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Fortuna Düsseldorf: Kristoffer Peterson scheint langsam beim Zweitligisten anzukommen

Zugang wird stärker : Warum Peterson so wertvoll für Fortuna werden kann

Kristoffer Peterson kommt bei Zweitligist Fortuna immer besser in Fahrt. Gegen den 1. FC Nürnberg lieferte er die Vorlage für Kenan Karaman zum 1:1-Ausgleich. Der Schwede hat allerdings noch deutlich Luft nach oben und könnte mehr den Abschluss suchen.

Irgendwann hatte Kristoffer Peterson genug Englisch gesprochen. Denn ein paar deutsche Wörter beherrscht Fortunas neuer Linksaußen schon, obwohl seit seinem Wechsel von Swansea City nach Düsseldorf noch nicht viel mehr als ein Monat vergangen ist. Und so sagte der 25-Jährige nach dem 1:1 in Nürnberg mit einem leichten Akzent: „Das Leben ist kein Wunschkonzert.“ Diese Phrase klingt zwar ein wenig abgedroschen, doch sie beschreibt Petersons Grundhaltung ziemlich gut. Der Schwede verliert sich nicht in Träumereien, sondern strebt seinen Zielen mit Ehrgeiz und Fleiß entgegen.

Ganz oben auf seiner persönlichen Liste steht der erste Treffer im Fortuna-Trikot. Dazu hat es zwar auch gegen die Franken nicht gereicht, wohl aber zur ersten Torvorlage. Im Fallen spitzelte Peterson den Ball zu Kenan Karaman, der die Kugel annahm, ein paar Schritte ging und den Ausgleich erzielte. Der Assist war die auffälligste und erfolgreichste Aktion des gebürtigen Göteborgers, der inzwischen immer besser in Tritt kommt, nachdem er im vergangenen halben Jahr wenig gespielt hat. „Er tut unserer Mannschaft richtig gut“, lobte Trainer Uwe Rösler.

Peterson erfüllte sowohl seine offensiven als auch seine defensiven Aufgaben. In der Rückwärtsbewegung unterstützte er Aushilfs-Linksaußen Marcel Sobottka – mit Ausnahme der Phase unmittelbar nach der Halbzeit, als Peterson langsam die Puste ausging – meist in den richtigen Momenten. Und im Angriffsspiel belebte er die linke Außenbahn, selbst wenn dem 25-Jährigen noch nicht alles auf Anhieb glückte und er sich mit einigen Dribblings im Nürnberger Abwehrnetz verfing.

„Kristoffer wird von Woche zu Woche besser, er wird fitter, ich würde mir aber mehr Endprodukt wünschen“, sagte Trainer Rösler. „Er hatte in Nürnberg zwei, drei Supersituationen an der Strafraumgrenze, wo er nach wie vor Verbesserungspotenzial hat.“ Das sah auch Peterson selbst so: „Einmal bin ich durchgekommen, habe dann aber die falsche Entscheidung getroffen. Ich hätte schießen oder rausspielen sollen.“ Mit dem Ergebnis haderte der Schwede ebenfalls. „Wir hätten mehr verdient als diesen einen Punkt“, betonte er, hob jedoch auch die positiven Elemente der Partie hervor: „Wir haben nach dem Gegentor einen guten Charakter gezeigt und sind zurückgekommen.“

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Bis alle Rädchen im Getriebe des stark veränderten Teams vollständig ineinandergreifen, wird es noch eine Weile dauern. Deshalb wirbt Peterson um Geduld: „Es ist eine neue Mannschaft, eine fantastische Gruppe. Aber auch eine neue Gruppe, und wir müssen uns erst besser kennenlernen. Das kommt mit der Zeit und harter Arbeit.“

Er selbst ist in dieser neuen Gruppe gut angekommen. „Ich bin sehr dankbar dafür, wie die Jungs und der Klub mich aufgenommen haben“, betont Peterson. „Fortuna ist genau das, wonach ich gesucht habe.“ Der Schwede fühlt sich also wohl in Düsseldorf. Und er jagt nicht nur seinem ersten Tor nach, sondern lernt weiterhin fleißig Deutsch.