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Fortuna Düsseldorf: Koordinierte Fan-Aktion nach Funkel-Entlassung bleibt aus

Fans von Fortuna Düsseldorf : Koordinierte Aktion am Samstag in der Arena bleibt aus

Fortunas Fan-Dachorganisationen Supporters Club und Arbeitskreis mischen sich nicht in die Debatte um die Trennung von Friedhelm Funkel ein.

Die Fortuna-Fanszene, sie sich zuletzt als starke, verschworene Gemeinschaft in der Unterstützung ihres Lieblingsklubs präsentierte, ist gespalten. Die einen befürworten die vorzeitige Entlassung von Friedhelm Funkel mit dem Verweis auf die extrem gewachsene Abstiegsgefahr. Die anderen weinen teilweise große Trauertränen, weil Funkel, der Kultcoach, der Aufstiegs- und Klassenerhaltstrainer, gehen musste.

Was die Fanszene aber eint, ist die teils harsche Kritik an der Art und Weise, wie Funkel der Stuhl vor die Tür gesetzt wurde. „Drei Wochen, bevor er rausgeschmissen wird, verlängert man noch seinen Vertrag. Und dann wird ein neuer Trainer auch noch in Sekundenschnelle aus dem Hut gezaubert. Das ist extrem fragwürdig. Das entspricht nicht den Werten, wie wir den Verein Fortuna Düsseldorf verstehen“, sagt Kay Kreuter. Er ist Vorsitzender des Supporters Club Düsseldorf 2003. Im SCD sind viele Fanklubs der Rot-Weißen zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

Dass die Meinungen der Mitgliedsklubs in der „Causa Funkel“ und auch innerhalb der einzelnen Anhängervereine unterschiedlich sind, bekommt Kreuter hautnah mit. „Deshalb ist es jetzt unsere Aufgabe, die Fanszene zu einen und keinen Keil hineinzutreiben“, meint Kreuter. Deshalb wird es vom SCD auch keine koordinierte Aktion beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr, Arena) geben. „Wir werden uns sicher in den nächsten Tagen über die Art und Weise des Umgangs mit Friedhelm Funkel äußern, aber uns steht es nicht an, die sportliche Entscheidung der Fortuna-Führung zu kommentieren. Dafür fehlt uns auch der notwendige Einblick in die Details“, erklärt Kreuter. „Möglicherweise wird es demnächst eine Danksagung an Funkel geben. Er ist ja der Trainer, der in den vergangenen Jahren für die größten Erfolge zuständig war.“

So werden einzelne Fanklubs am Samstag aus ihren Herzen keine Mördergrube machen und je nachdem die Vorstandsentscheidung gutheißen oder heftig kritisieren. Eine ganz große Aktion ist aber nicht zu erwarten. Denn auch der „Arbeitskreis Fanarbeit Fortuna Düsseldorf“ (AK) plant nichts Koordiniertes. „Wir sind Bindeglied zwischen dem Verein und den Fanklubs. Wir sind nicht dazu da, etwas anzustoßen“, erklärt AK-Vorsitzender Ingo Becher. „Wir haben andere Aufgaben und wollen uns in die Diskussion nicht einbringen.“ Doch auch er ist sich sicher, dass gegen Frankfurt viel Stimmung in der Bude sein wird.