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Fortuna Düsseldorf: Klaus Allofs mahnt schnelle Verbesserung von Fortunas Finanzlage an

Im DFL-Magazin : Allofs mahnt schnelle Verbesserung von Fortunas Finanzlage an

Fortunas Vorstandsmitglied Klaus Allofs hat in einem Gespräch mit dem Magazin der Deutschen Fußball-Liga eine Besorgnis ausgedrückt: Der Abstand zu den Großen der Branche könne schnell noch größer werden. Er will Sponsoren mit Visionen überzeugen.

Als Fortunas Aufsichtsrat um die Doppelspitze Björn Borgerding und Sebastian Fuchs im vergangenen Jahr die Vereinslegende Klaus Allofs zum Vorstandsmitglied berief, verknüpfte er damit eine ganz bestimmte Hoffnung. Der 64-Jährige, der zunächst als aktiver Profi und dann als Manager des SV Werder Bremen und des VfL Wolfsburg große Erfolge gefeiert hatte, sollte die Düsseldorfer wieder mehr in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit rücken. Ein populärer Außenminister, der aber auch die inneren Strukturen des Zweitligisten weiterentwickeln soll.

Die größere Wahrnehmung des Vereins in der Fußballwelt außerhalb von Düsseldorf ist in jedem Fall schon seit einer ganzen Weile spürbar. Fernsehsender wie zum Beispiel Sky stellen Allofs gern vor ihre Kameras, er ist allseits ein gefragter Interviewpartner. In seiner aktuellen Ausgabe widmet sich nun auch das Magazin der Deutschen Fußball Liga mal wieder der Fortuna – natürlich in Form eines Gesprächs mit Klaus Allofs.

Der Vorstand Fußball, Entwicklung und Kommunikation, so sein offizieller Titel, gibt sich darin so, wie er sich in seinen ersten Monaten in Düsseldorf immer wieder präsentiert hat: unaufgeregt, gemäßigt, überlegt. Doch er spricht auch ganz klar an, dass er Fortuna unter einem gewissen Zeitdruck sieht, was die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des Vereins angeht. „Vom Finanziellen und von der Infrastruktur her sind wir kein natürlicher Erstligist“, betont er. „Mit den aktuellen Voraussetzungen werden wir uns schwertun, dauerhaft in der Bundesliga dabei zu sein. Das heißt, dass wir die wirtschaftlichen Grundlagen nach und nach verbessern müssen. Und das sollten wir schnell schaffen, weil der Abstand sonst von Jahr zu Jahr größer wird.“

Klaus Allofs im DFL-Magazin über...

..Fortuna als schlafenden Riesen: „Das hört sich an, als müsse man nur mit dem Finger schnipsen, und alles fügt sich wie geplant. Das ist Unsinn.“

...seine Möglichkeiten, Fortuna zu unterstützen: „Der Name Allofs führt nicht automatisch dazu, dass die Unternehmen sich engagieren. Es muss aus ihrer Sicht eben auch wirtschaftlich Sinn machen. Wir müssen die Leute mit unseren Visionen überzeugen.“

...rheinische Fußball-Mentalität: „Nach einem Sieg wird hier von großen Erfolgen geträumt, nach einer Niederlage ist gefühlt auch mal alles vorbei. Dann muss der Trainer weg, die meisten Spieler am liebsten gleich mit. Damit kann ich nicht immer so viel anfangen.“

...seine Grundsätze bei der Arbeit: „Es ist wichtig, dass man nicht von Tag zu Tag oder von Woche zu Woche seine Meinung ändert.“

...seine Zeit nach Wolfsburg und Fortuna: „Es war ja kein Rentnerdasein, aber nach langen Jahren war es mal so, dass ich meinen Kalender selbst verwalten konnte.“

...die Gründe für seine Zusage zu einem Engagement in Düsseldorf: „Diesmal passte es für beide Seiten.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Klaus Allofs

(jol)