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Fortuna Düsseldorf: Kenan Karaman positiv auf das Coronavirus getestet

Häusliche Quarantäne : Fortunas Karaman positiv auf Corona getestet

Der Stürmer hat sich bei der Länderspieltour mit der türkischen Nationalmannschaft infiziert. Da Fortuna durch andere Infektionsfälle bei den Türken vorgewarnt war, hatte Mannschaftsarzt Ulf Blecker Karaman komplett isoliert. Weitere Spieler oder Betreuer seien daher nicht betroffen.

Fortunas Stürmer Kenan Karaman ist nach seiner Rückkehr von der türkischen Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein am Karfreitagmorgen mit, nachdem die PCR-Testung in Leverkusen am Donnerstag dieses Ergebnis gebracht hatte. Karaman befindet sich in häuslicher Quarantäne und fällt für das Spiel bei Darmstadt 98 am Sonntag aus. Der restliche Kader und der Betreuerstab des Zweitligisten seien von dem Fall nicht betroffen, heißt es in der Mitteilung weiter.

 Mannschaftsarzt Ulf Blecker war überhaupt kein Risiko eingegangen. Da bereits Nachrichten über Infektionen im Lager der türkischen Nationalmannschaft eingetroffen waren, hatte der Mediziner und Corona-Beauftragte des Klubs veranlasst, dass der vom türkischen Verband mehrfach negativ getestete Karaman nach seiner Rückkehr nicht in Kontakt mit Spielern und Betreuern des Vereins kam. Daher kann Fortuna nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die Trainingsarbeit ohne Karaman uneingeschränkt fortsetzen und zum Meisterschaftsspiel in Darmstadt antreten.

 Die Verantwortlichen sind dennoch angefressen. „Wir hoffen sehr mit Kenan, dass seine Erkrankung einen milden Verlauf nimmt und wünschen ihm eine gute und schnelle Genesung“, Klaus Allofs, Vorstand Sport und Entwicklung. „Der Vorfall zeigt aber, dass Abstellungen zu Nationalmannschaften während der Pandemie mit einem großen Risiko verbunden sind. Kenan wird uns jetzt für mehrere Spiele fehlen, nachdem er uns schon gegen den VfL Bochum trotz einer ersten Zusage des türkischen Verbandes nicht zur Verfügung stand. Das alles ist extrem ärgerlich.“

Nun sind Infektionen mit dem Coronavirus grundsätzlich besorgniserregend – in Karamans Fall gilt das allerdings ganz besonders. Im Herbst 2019 war der 27-jährige Stürmer an einer schweren Lungenentzündung erkrankt, zwischenzeitlich bestand sogar Lebensgefahr, wie Fortunas medizinische Abteilung seinerzeit berichtete.

Karaman selbst zeigte sich nach seiner Genesung und dem Aufkommen des Coronavirus sehr besorgt, da er wegen seiner Vorerkrankung ebenso wie Trainer Uwe Rösler, der vor Jahren eine Krebserkrankung überstanden hat, als Risikopatient gilt. Auch deshalb nimmt Fortuna die Infektion des gebürtigen Stuttgarters keineswegs auf die leichte Schulter.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Kenan Karaman

(jol)