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Fortuna Düsseldorf: Kenan Karaman genießt die Ruhe

Neuzugang von Hannover 96 : Kenan Karaman genießt die Ruhe bei der Fortuna

Der Faktor Tradition spielt für viele Fans im Fußball eine große Rolle. Fortunas Zugang Kenan Karaman hat die Diskussionen um die 50+1-Regel bei Hannover 96 hautnah miterlebt. Der Stürmer freut sich, dass es in Düsseldorf eine einheitliche Linie gibt.

Im Herbst 2017 hat sich Fortuna eine DNA verpasst, eine Leitline mit acht Punkten, nach denen der Verein handeln soll. Unter Punkt 1 steht: „Wir sind stolz auf die Tradition unserer Fortuna.“ Vorstandsboss Robert Schäfer hat sich öfter klar geäußert, dass Investoren kein Thema bei Fortuna sein werden. Der Klub will seinen eigenen Weg gehen, als eingetragener Verein im kommerzialisierten Fußball auf höchstem Niveau bestehen. Dafür steht auch der Aufsichtsratschef Reinhold Ernst.

Kenan Karaman hat in den vergangenen Jahren bei Hannover 96 ganz andere Erfahrungen gemacht. Bei den Niedersachsen heißt der mächtige Mann Martin Kind. Und der will die 50+1-Regel, die derzeit noch die übergroße Macht von Investoren verhindert, kippen. Das hat große Folgen für das Umfeld. Vor allem die aktive Fanszene protestiert gegen ihren Vereinspräsidenten, hatte in der vergangenen Saison zum Stimmungsboykott aufgerufen. „In Hannover hat dieses Thema der Mannschaft geschadet“, sagt Karaman. „Es gab zu viel Unruhe. Man hat nicht mehr über die Mannschaft geredet, sondern nur noch um das, was drumherum passiert ist. Das kann man als Spieler nicht ausblenden.“

In Düsseldorf findet der 24-Jährige nun ganz andere Voraussetzungen vor. „Es ist super, dass hier Ruhe herrscht. Hier harmoniert alles super mit den Fans. Der Zusammenhalt passt – was ich bisher gesehen habe“, sagt der türkische Nationalstürmer. „Das ist wirklich entscheidend, um Erfolg zu haben. So kann man auch die Euphorie in eine Saison hereintragen. Da kann man einige Punkte sammeln. Das ist echt ein Vorteil.“

Zuletzt gab es aber auch bei der Fortuna Probleme mit den Diskussionen rund um den modernen Fußball: Als die Düsseldorfer den neuen Spielplan der Bundesligasaison 2018/19 veröffentlichten, sparten sie das Vereinslogo von RB Leipzig aus. Das gefiel den handelnden Personen beim stark auf das Marketing für einen Energydrink ausgerichteten Verein überhaupt nicht. Fortuna-Boss Schäfer hat daraufhin das Gespräch mit Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff gesucht, um die Wogen zu glätten.