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Fortuna Düsseldorf: Karlsruher SC ist der heimliche Angstgegner des Zweitligisten

Spiel gegen Karlsruher SC am Montag : Fortunas Duell mit dem heimlichen Angstgegner

Der Karlsruher SC fliegt für viele Fußballfans ein wenig unter dem Radar. Irgendwie sind die Badener oft mit dabei, fallen aber selten wirklich auf. In der Bilanz gegen Fortuna, die den KSC am Montag empfängt, gibt es jedoch einen kuriosen Trend.

Karlsruher SC – wenn der Name dieses Klubs fällt, der sich am Montag (20.30 Uhr) in der Stockumer Arena vorstellt, denken die meisten Fortuna-Fans wahrscheinlich zunächst an Robin Bormuth. Der beliebte Abwehrspieler aus den eigenen Reihen, der in Düsseldorf nicht so zum Einsatz kam, wie er sich das gewünscht hat, und deshalb im Sommer 2020 nach Baden wechselte. Vielleicht denken einige Insider auch noch an Philipp Heise, der bei Fortuna nur in der zweiten Mannschaft spielte, dann aber beim KSC den Durchbruch schaffte und inzwischen zu den gestandenen Zweitligaspielern zählt.

Wer sich noch einigermaßen an die Duelle beider Klubs in den vergangenen Jahren erinnert, dem kommt sicher noch der 5:0-Sieg der Fortuna im Wildpark in der Aufstiegssaison 2011/12 in den Sinn. Oliver Fink, Maximilian Beister, Ken Ilsø, Sascha Rösler und Andreas Lambertz erzielten damals im März 2012 die Treffer, nachdem die Truppe von Trainer Norbert Meier schon das Hinspiel 4:2 gewonnen hatte.

Wer hätte jedoch gedacht, dass jenes 4:2 vom 10. September 2011 der bis heute letzte Heimsieg gegen den KSC war? Zur Erinnerung noch einmal die Torfolge: 1:0 Jens Langeneke, 2:0 Sascha Rösler, 2:1 Bogdan Müller, 3:1 und 4:1 Thomas Bröker, 4:2 Louis Ngwat-Mahop. Dass seitdem auf eigenem Platz kein „Dreier“ gegen den Montag-Gegner mehr gelang, liegt auch nicht – wie man vielleicht vermuten könnte – allein daran, dass man durch Fortunas Auf- und Karlsruher Abstiege einige Spielzeiten nicht in einer gemeinsamen Liga verbrachte. Es gab in diesem knappen Jahrzehnt immerhin vier direkte Vergleiche in der Arena – nur konnte Fortuna keinen davon gewinnen.

Mehr noch: Die Rheinländer schafften in diesen jüngsten vier Heimduellen nur einen einzigen Treffer gegen den KSC. Rouwen Hennings erzielte ihn, am 1. Oktober 2016 beim 1:1, dem einzigen Punktgewinn aus dieser schwarzen Serie.

Die übrigen Resultate sind ernüchternd. 0:2 im November 2013, 0:2 auch im August 2014. Einmal mit Trainer Mike Büskens, einmal mit Oliver Reck als Chefcoach. Die folgende Heimpartie gegen Karlsruhe im März 2016 brachte mit einer 0:1-Niederlage (Trainer: Marco Kurz, der wenig später entlassen wurde) nur eine marginale Verbesserung.

Kurios dabei, dass Fortuna in dieser Dekade im Wildparkstadion deutlich besser punktete. Dort gewann sie drei der jüngsten sechs Duelle, 5:0, 3:0 sowie 2:1 im Hinspiel dieser Saison, holte aus den drei übrigen jeweils einen Punkt (zweimal 1:1, einmal 2:2). Eine bemerkenswerte Schieflage. Die Gesamtbilanz aus 45 Pflichtspielen gegen die Badener ist mit 15 Siegen, zwölf Unentschieden und 18 Niederlagen (bei 68:65 Toren) ebenfalls negativ. Man darf gespannt sein, ob die Mannschaft unter ihrem aktuellen Trainer Uwe Rösler am Montagabend diesen Trend endlich umkehren kann.