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Fortuna Düsseldorf: Kann die Funkel-Elf gegen RB Leipzig noch einmal überraschen?

Hinspiel gegen Leipzig endete 1:1 : Kann Fortuna noch einmal überraschen?

Im Hinspiel entführte Fortuna Düsseldorf einen Punkt aus Leipzig. Am Sonntag kommt es zum Rückspiel. Was können die Düsseldorfer besser machen, damit diesmal sogar ein Sieg herausspringt?

Fortuna sorgte im Hinspiel für eine echte Überraschung: Der Aufsteiger ertrotzte am zweiten Spieltag beim klar favorisierten Vorjahres-Sechsten aus Leipzig ein hochverdientes 1:1 und holte damit nach der Heimniederlage gegen den FC Augsburg seinen ersten Saisonpunkt. Was können die Düsseldorfer am Sonntag gegen die Sachsen besser machen, damit diesmal sogar ein Sieg herausspringt? Welche Eigenschaften, durch die sie sich an jenem September-Sonntag des vergangenen Jahres auszeichneten, sollten sie möglichst noch einmal wiederholen?

Das muss besser werden

Chancenverwertung Die Truppe von Trainer Friedhelm Funkel hatte beim 1:1 im Hinspiel die deutlich besseren Chancen und schnupperte am Überraschungscoup. Doch sie scheiterte an ihrem Unvermögen vor dem gegnerischen Tor. Da bewahrte Leipzig-Keeper Peter Gulacsi seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden vor einer Niederlage. In der Schlussphase hatten die Gäste durch Marvin Ducksch und Benito Raman den Siegtreffer auf dem Fuß, doch sie konnten den Torwart nicht überwinden. Die Schwäche vor dem gegnerischen Tor zog sich durch die gesamte Partie. Schon in der sechsten Minute war Ducksch nach einer Vorlage von Rouwen Hennings völlig freistehend an Gulacsi gescheitert.

Individuelle Fehler Persönliche Missgeschicke gehören dazu, sind nicht komplett abzustellen. Unglücklich sah Andre Hoffmann aus, als er den Ball gegen den eigenen Pfosten trat. Da hatte Fortuna viel Glück.

Das war schon gut

Mut und Selbstbewusstsein Fortuna trat mit einer solchen Selbstverständlichkeit beim Europa-League-Teilnehmer auf, dass sich die Fans auf der Tribüne verwundert die Augen rieben. Der erwartete Klassenunterschied zwischen den beiden Kontrahenten war auf dem Platz nicht auszumachen. Die Funkel-Truppe ging trotz der Niederlage eine Woche zuvor mit großem Mut und Selbstbewusstsein zu Werke. Das werden die Rot-Weißen auch am Sonntag auf den Platz bringen, zumal sie bei den jüngsten vier Siegen gezeigt haben, dass sie sich vor keinem Gegner der Liga verstecken müssen.

Überraschende Ideen Die Leipziger waren im Hinspiel von der frechen Fortuna überrascht. Taktisch und personell hatte Friedhelm Funkel wieder tief in seine Trickkiste gegriffen. Er hatte seine Startelf auf zwei Positionen gegenüber der 1:2-Niederlage im ersten Spiel gegen den FC Augsburg verändert: Die Zugänge Marcin Kaminski und Marvin Ducksch liefen anstelle von Benito Raman und Kevin Stöger auf. Und er ließ seine Elf in Leipzig mit Fünferkette und drei defensiven Mittelfeldspielern antreten. Diese Marschroute ging voll auf. Denn sie war nur scheinbar eine Mauertaktik. Die Mannschaft agierte jedenfalls viel offensiver als es auf dem Papier zunächst aussah. Es wird nicht einfach, die Leiziger noch einmal zu überrumpeln. Aber Düsseldorfs Coach hat sicherlich noch eine gute Idee auf Lager, mit der niemand rechnet.

Volldampf von Beginn an Fortuna war in beiden Halbzeiten von der ersten Sekunde an hellwach und dadurch jeweils zunächst im Vorteil. Im ersten Durchgang scheiterte sie nur knapp an der Führung, als Ducksch seine Chance nach Hennings-Pass vergab (6.), im zweiten klappte es dann. Der Wiederbeginn hätte für Fortuna jedenfalls nicht besser laufen können: Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Matthias Zimmermann seine Mannschaft mit einem platzierten Schuss vom Strafraumrand in Führung brachte.

Tolle Angriffszüge Nicht nur kämpferisch überzeugte Fortuna in Leipzig, auch spielerisch. Die Balance zwischen aufopferungsvoller Abwehrarbeit und kreativem Angriffsspiel war nahezu perfekt. Klasse war der Angriffszug, der dem 1:0 voranging: Hennings verteidigte den Ball gegen vier Leipziger und schickte Ducksch dann über die rechte Außenbahn. Der Angreifer bediente Gießelmann am gegenüberliegenden Strafraumeck. Der Außenverteidiger täuschte diesmal nur den Schuss an und leitete auf Zimmermann weiter.

Der Jubel Die Düsseldorfer reagierten nach dem Schlusspfiff deutlich euphorischer auf den Punktgewinn als die Gastgeber, die sich mehr ausgerechnet hatten. Die Düsseldorfer Fans würden sich über eine Wiederholung freuen.