Fortuna Düsseldorf: Kaan Ayhan und Marcel Sobottka treffen auf ihre Vergangenheit

Sobottka und Ayhan : Fortunen treffen auf ihre Vergangenheit

Marcel Sobottka und Kaan Ayhan treffen am Samstag mit Fortuna auf den FC Schalke 04 und ihre Vergangenheit. Schon vor 18 Jahren spielten die beiden gemeinsam in einer Mannschaft, kickten als Fünfjährige für die Schalke-Minis.

„Dieses Spiel lässt mich nicht kalt, das ist etwas ganz Besonderes für mich“, sagt Ayhan mit glänzenden Augen. „Ich bin auf Schalke groß geworden, habe dort meine ersten Schritte gemacht. Gespielt habe ich noch nie gegen Schalke, das ist eine Premiere für mich und wird eine ganz neue Erfahrung.“

Kontakt zu Spielern der aktuellen Schalker Mannschaft haben weder Ayhan noch Sobottka. „Dafür hat sich das Gesicht der Mannschaft zu sehr verändert“, sagt der türkische Nationalspieler. Die Bindung dorthin ist aber weiterhin sehr groß. Sämtliche Bekannte, Freunde und Verwandten wohnen schließlich noch in Gelsenkirchen. Das zeigt die Flut an Kartenanfragen, die die beiden Ex-Schalker in den vergangenen Tagen bekommen haben. „Mehr als 100 Tickets sollte ich besorgen. Nun habe ich 20 organisieren können“, sagt Ayhan, „für die Familie und die engsten Freunde.“

 Der temperamentvolle Innenverteidiger zeigt auf dem Platz regelmäßig große Emotionen und erhält dafür auch schon mal eine Verwarnung. Beim 0:3 in Nürnberg in der vergangenen Woche hatte er sich bei der Rudelbildung im Griff – auch schon wegen des Duells gegen seinen Heimatklub, wie er gesteht. Eine Gelb-Rote Karte und eine Sperre wollte der Nationalspieler vor dem Duell, das ihn so sehr elektrisiert, auf keinen Fall riskieren. „Ich möchte gegen Schalke unbedingt 90 Minuten dabei sein, ich werde mich zerreißen, bin bis in die Haarspitzen motiviert, möchte jeden Zweikampf gewinnen.“

Sportlich hat er mit seinem Ex-Klub längst abgeschlossen, wie er erklärt. „Ich bin voll auf Fortuna konzentriert. Es wäre sehr wichtig, dass wir den zweiten Dreier der Saison einfahren.“ Ein kleiner Vorteil könne sein, dass Schalke am Mittwoch in der Champions League in Moskau antreten muss und mit müden Beinen kommt.

Die Niederlage in Nürnberg hätten die Fortunen längst aus den Kleidern geschüttelt. „Das 0:3 hat extrem geschmerzt, aber nur kurz“, sagt Ayhan. „Denn die Niederlage war verdient. Schlimmer war das 1:2 gegen Leverkusen, weil es so ungerecht war. Da denke ich dann noch lange drüber nach, wie es hätte anders laufen können.“ Aber in der Bundesliga würden kleinste Unachtsamkeiten eben konsequent bestraft. „Das müssen wir gegen Schalke abstellen.“

Sobottka brennt ebenfalls auf seinen Einsatz gegen seinen Ex-Klub. Nachdem er das jüngste Spiel in Nürnberg wegen eines Magen-Darm-Virus’ verpasste und am Dienstag am ersten Training der Woche nicht teilnehmen konnte, steht hinter seinem Einsatz aber noch ein Fragezeichen. „Ich hoffe, dass ich am Mittwochmorgen wieder ins Training einsteigen kann“, sagte der defensive Mittelfeldspieler. „Die Schalker haben eine große Qualität. Es ist schwer zu sagen, warum es bei ihnen an den ersten Spieltagen nicht geklappt hat und sie sich in der unteren Tabellenhälfte befinden. Dennoch haben wir auch in diesem Spiel eine Siegchance.“

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