Fortuna Düsseldorf: Kaan Ayhan führt die Gelbe-Karten-Statistik an

Kartenstatistik : Wo Kaan Ayhan Deutschlands Nummer eins ist

Wie die gesamte Mannschaft von Fortuna Düsseldorf, so hat auch Kaan Ayhan eine ganz starke Saison gespielt. Auf einem Bundesliga-Spitzenplatz liegt er allerdings nur in einer ganz speziellen Rangliste: bei den Gelben Karten.

Wenn seine Teamkollegen von Fortuna Düsseldorf am Mittwoch um 18.30 Uhr bei Chemie Leipzig das letzte Testspiel der Saison bestreiten, ist Kaan Ayhan nicht mit von der Partie. Der Abwehrchef hat andere Pläne: Er steht im Kader der türkischen Nationalmannschaft, die am 30. Mai das Prestigeduell mit Griechenland und am 2. Juni das Testspiel gegen Usbekistan (jeweils in Antalya) vor der Brust hat.

Doch bevor der 24-Jährige in die Heimat seiner Vorfahren – Ayhan selbst ist ja in Gelsenkirchen geboren – reiste, sorgte er noch dafür, dass Aufsteiger Fortuna in einer Saisonstatistik tatsächlich noch auf den ersten Platz kletterte: bei den Verwarnungen. Beim 2:1-Sieg gegen Hannover 96 im Saisonfinale zeigte ihm Schiedsrichter Benjamin Cortus bereits die zehnte Gelbe Karte, so dass er im nächsten Saisonspiel gesperrt wäre. Wenn denn die Spielzeit nicht jetzt beendet wäre, da Gelbsperren nicht über die Sommerpause hinweg übernommen werden. Fortunas Matthias Zimmermann hätte sich also gegen Hannover getrost die fünfte Verwarnung gönnen dürfen, doch der Rechtsverteidiger wollte sich offenbar seine Serie nicht verderben: Seit dem 20. Spieltag, dem 1:1 in Hoffenheim am 2. Februar, steht der Ex-Stuttgarter bei vier Gelben Karten und blieb dann stolze 14 Partien über die volle Distanz sauber.

Nur zwei Bundesligaspieler wurden 2018/19 ebenso oft verwarnt wie Ayhan, beides Südamerikaner: Santiago Ascacibar (Argentinien) vom VfB Stuttgart und William (Brasilien) vom VfL Wolfsburg. Wobei diese beiden ihre zweite Gelbsperren im Gegensatz zum Düsseldorfer absitzen mussten.

In welchem Trikot Ayhan seine nächste Verwarnung kassieren wird, wird sich schon sehr bald entscheiden. In seinem Vertrag bei Fortuna, der noch bis 30. Juni 2021 läuft, steht eine Ausstiegsklausel, die allerdings noch vor dem Düsseldorfer Trainingsauftakt verfällt. „Bei Kaan ist die Wahrscheinlichkeit schon da, dass er uns verlässt, auch wenn ich es besser fände, wenn er bliebe“, sagt Trainer Friedhelm Funkel. „Wenn einer die Ausstiegsklausel ziehen möchte, machen die das einfach. Da haben wir keine Chance.“ Die Hoffnung, seinen Abwehrchef halten zu können, lässt sich Funkel deshalb allerdings nicht nehmen.

Mehr von RP ONLINE