Nach dem Trainingslager Das sagt Jens Langeneke zur Vorbereitung von Fortunas U23

Düsseldorf · Mit einer starken Leistung und einem 2:1-Sieg über Eintracht Frankfurts U23 verabschiedet sich Fortunas Regionalligamannschaft aus dem einwöchigen Trainingslager. Cheftrainer Jens Langeneke zieht ein Fazit und erklärt, wo seine Truppe leistungsmäßig aktuell steht.

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Foto: Benefoto

Nur noch drei Wochen, dann rollt der Ball in der Regionalliga West wieder. Auf dem Weg dahin stationierte sich die Zweitvertretung der Fortuna für eine Woche im hessischen Raunheim. Eine Woche lag der Fokus hier nur auf Fußball und dem Ziel, möglichst erfolgreich in die Saison zu starten. Dass auf diesem Weg nicht alles rundlaufen würde, versteht sich von selbst. Den ersten Stolperstein der Vorbereitung fand die „Zwote“ am vergangenen Mittwoch im FC Bayern Alzenau. Eine unengagierte Leistung bestrafte der Oberligist prompt und schlug die Rheinländer mit 3:2.

Cheftrainer Jens Langeneke sah in der schwachen Vorstellung jedoch eine Chance für seine Schützlinge, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen: „Ich glaube, diese Erkenntnis tat der Mannschaft auch mal gut: wenn man zu wenig investiert und dann gegen einen Oberligisten 0:3 zurückliegt.“

Arabaci findet sich bei den Älteren gleich gut zurecht

Dass seine Hoffnung sich bewahrheitete, zeigte sich dann ein paar Tage später, als die Jungspunde die U23 von Eintracht Frankfurt mit 2:1 schlugen. „Wir haben gegen die Eintracht ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, besonders defensiv, haben wir gut umgesetzt.“ Die Tore erzielten Ronay Arabaci (11.) und Kilian Skolik (50.). Es war bereits Arabacis zweiter Treffer in der Vorbereitung. Der Flügelspieler rückt zur neuen Saison aus der U19 der Rot-Weißen auf und scheint sich augenscheinlich sofort mit dem höheren Niveau zurechtzufinden.

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Foto: Christof Wolff

So zieht Langeneke für die bisherige Vorbereitung insgesamt ein positives Resümee, allerdings mit zwei Wermutstropfen. In Deniz Bindemann fällt eine wichtige Offensivkraft mit einer Sprungelenksverletzung bis auf Weiteres aus. Und auch Mechak Quiala-Tito musste beim Arzt vorstellig werden und wird voraussichtlich erst einmal aussetzen müssen.

Der Stürmer ist einer von vielen Zugängen bei den Flingernern. Wie es daher um das Mannschaftsgefüge steht, beantwortet der Trainer so: Viele der Jungs kennen sich schon aus den U-Mannschaften, und auch die Altersstruktur kommt uns da entgegen. Die Jungs sind alle ungefähr auf einer Wellenlänge.“ Und auch die Persönlichkeiten scheinen zu passen, erklärt der 47-Jährige: „Von eins bis aktuell 24 sind charakterlich alle komplett sauber und top.“

Schnelles Wiedersehen mit den alten Kollegen

Und erst vor kurzem wurde aus dieser 24 eine 25, denn in Hamza Anhari verstärkt ein talentierter Mittelfeldspieler die Landeshauptstädter. Bis zuletzt lief er für den MSV Duisburg auf, der vergangene Saison aus der Dritten Liga abstieg und somit in dieser Saison auf die Düsseldorfer trifft.

Doch wie weit ist die Mannschaft insgesamt denn nun schon? Mit Blick auf den ersten Spieltag in der Regionalliga West, der auf das Wochenende vom 26. bis 29. Juli fällt, analysiert der gebürtige Lippstädter: „Wir sind auf einem guten Weg, aber haben natürlich noch Luft nach oben.“

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Foto: dpa/Marius Becker

Doch mit all seiner Erfahrung weiß Langeneke, dass eine Vorbereitung nicht unbedingt als Gradmesser für den Saisonstart taugt: „Ich habe schon als Spieler mit meiner Mannschaft Vorbereitungen erlebt, in denen wir alles gewonnen haben, und dann stehst du am ersten Spieltag da und verlierst das Spiel. Und dann hatte ich auch schon Vorbereitungen, wo ganz wenig zusammenlief, und dann ist das erste Saisonspiel, und du gewinnst das. Ich glaube, Vorbereitungen sollte man nicht überbewerten. Wichtig ist für mich vor allem, dass wir ohne größere Verletzungen in die Spielzeit starten.“