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Fortuna Düsseldorf: Innenverteidiger Kevin Danso mag keine Langstreckenläufe

Fortunas Innenverteidiger : Langstreckenläufe mag Sprinter Kevin Danso gar nicht

Kevin Danso ist aus Fortunas Startelf gar nicht mehr wegzudenken. Der Innenverteidiger ist der Schnellste und der Zweikampfstärkste im Kader – aber er läuft von allen Feldspielern im Schnitt die wenigsten Kilometer. Das jedoch hatte er bislang gar nicht gewusst.

Auf dem Platz fällt es den gegnerischen Stürmern immer schwerer, Kevin Danso zu überraschen. Der 22-Jährige hat sich nach ein paar Startproblemen zu einer absoluten Stütze der Fortuna-Abwehr entwickelt, er ist für die Anfangsformation auch am Sonntag in der Partie beim 1. FC Heidenheim (13.30 Uhr) gesetzt.

Im Videointerview dagegen gelingt eine kleine Überraschung. Denn ausgerechnet Danso, der statistisch nachgewiesen schnellste und zweikampfstärkste Fortune, liegt in einer anderen Statistik ganz hinten. Mit nur 9,74 Kilometern läuft der Österreicher im Durchschnitt pro gespielte 90 Minuten von allen Düsseldorfer Feldspielern am wenigsten, unterboten nur von den Torhütern Florian Kastenmeier und Raphael Wolf. „Was? Ist das wirklich so?“, fragt er mit großen Augen. „Diese Statistik kannte ich ja noch gar nicht.“

Die goldene Brücke, dass dieser Wert sicher mit seinem guten Stellungsspiel zu tun habe, möchte Danso gar nicht betreten. „Das könnte ich jetzt natürlich gut behaupten“, sagt er lachend, „aber tatsächlich weiß ich gar nicht, warum das so ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit unserer hohen Verteidigungslinie zusammenhängt, Da stehen wir Innenverteidiger weit vorn und müssen daher nicht so lange Wege zurücklegen.“ Gestützt wird Dansos Vermutung dadurch, dass sein Partner in der Abwehrzentrale, Andre Hoffmann, mit durchschnittlich 10,20 Kilometern der Vorletzte in der Fortuna-Statistik ist.

Doch Zahlen sind in diesem Fall ohnehin sehr geduldig. Dansos Leistungssteigerung und seine Bedeutung für das Düsseldorfer Spiel sind so offensichtlich, dass er nicht zusätzlich auch noch die meisten Kilometer abspulen muss. „Langstreckenläufe haben mir noch nie Spaß gemacht“, gibt der Nationalspieler ehrlich zu. „Ich bin mehr der Sprintertyp und mag die kurzen, schnellen Läufe.“

Kevin Danso über...

...die Inhalte der nicht-öffentlichen Trainingseinheit: „Wir haben auf jeden Fall Fußball gespielt. Mehr verrate ich nicht, sonst wäre es ja kein nicht-öffentliches Training mehr.“

...die Bedeutung des Siegs gegen Hannover: „Es hat schon einen Ruck gegeben, in Unterzahl zu gewinnen. Für mich persönlich, aber auch für die Mannschaft. Wir haben da endlich gezeigt, was wir können, und wir haben uns auch belohnt.“

...seine persönliche Steigerung: „Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um hineinzufinden. Jetzt fühle ich mich wohl und gebe alles, um der Mannschaft zu helfen.“

...seine Zukunft: „Ich konzentriere mich voll auf die letzten zwölf Saisonspiele, und erst danach werde ich mich mit meinem Berater und meinem Bruder darüber unterhalten, was in der nächsten Saison passiert. Jetzt blende ich das völlig aus. Ich fühle mich unheimlich wohl hier und mache mir darüber keine Gedanken.“

...die schwarzen Trikots, in denen Fortuna noch nie gewann: „Ich habe zwar ein paar Rituale vor dem Spiel, aber ich glaube nicht, dass ich schlechter spielen würde, wenn ich die mal nicht mache. Ich bin ansonsten überhaupt nicht abergläubisch, und wenn wir die schwarzen Trikots in Heidenheim wieder tragen sollten, wird das keine Auswirkungen auf unsere Leistung haben. Andere Spieler sind da vielleicht abergläubischer.“

...die kommende Aufgabe am Sonntag: „Die Heidenheimer sollen ja sehr kopfballstark sein, aber das Kopfballspiel gehört auch zu meinen größten Stärken. Das macht mir persönlich also nichts aus.“

...Fortunas Chancen beim Blick auf die Tabelle: „Darauf gucke ich gar nicht. Einfach jedes Spiel gewinnen, und dann steigt man am Ende des Tages sowieso auf.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Kevin Danso