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Fortuna Düsseldorf in TV-Geldrangliste weiter Zehnter — aber es gibt mehr Geld

TV-Rangliste der 2. Liga : Fortuna weiter Zehnter — aber es gibt mehr Geld

Die Vereine der 2. Bundesliga dürfen in den kommenden Jahren mit wesentlich mehr Geld planen. Fortuna Düsseldorf liegt in der Rangliste der TV-Gelder weiter auf Platz zehn. Bedeutet: 8.959.824 Euro kassiert der Verein aus den Medienrechten.

Das Geld kann Fortuna gut gebrauchen. Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer hat Platz sechs als Minimalziel ausgegeben. "Wir werden in die Mannschaft investieren", versprach er nach dem Abstiegskampf der vergangenen Saison. Der Mannschaftsetat soll dafür von bisher zehn auf elf Millionen Euro angehoben werden.

Waren es zuletzt noch 7.160.900 Euro aus den Medienrechten, kommt Fortuna in der Saison 2017/18 auf 8.959.824 Euro, das sind knapp 1,8 Millionen Euro mehr. Die 18 Klubs des Unterhauses erhalten aus der nationalen und internationalen Vermarktung der Fernseh- und Werberechte durch die DFL fast 32 Prozent mehr als in der vergangenen Saison, das berichtet der "kicker". Das entspricht rund 186 Millionen Euro. Größter Profiteur ist Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt mit knapp 17 Millionen Euro.

Die Gelder werden gestaffelt aus dem neuen Fernsehvertrag ab 2017 bis 2021 verteilt. Die 36 Profiklubs sollen in den vier Jahren insgesamt 4,64 Milliarden Euro kassieren, in der kommenden Saison kommen dem "kicker" zufolge exakt 1.194.235.000 Euro zur Auszahlung — 15,6 Prozent erhält die 2. Liga.

Aufsteiger Holstein Kiel ist das Schlusslicht

Darmstadt 98 erhält als zweiter Absteiger aus der Bundesliga über 15,7 Millionen Euro, Aufsteiger Holstein Kiel bekommt als Schlusslicht in der Vergabe 6,43 Millionen. Der ehemalige DDR-Meister Dynamo Dresden ist der große Nutznießer des Abstiegs von 1860 München: Dresden verbesserte sich in der Fünfjahreswertung um einen Platz und erhält rund eine Viertel Million mehr (insgesamt 7,73).

Der neue, komplizierte Schlüssel basiert bei den nationalen Erlösen auf einem Vier-Säulen-Prinzip. Die wichtigste Neuerung ist dabei die Säule "Sportliche Nachhaltigkeit", der fünf Prozent zugeschrieben werden. Dort wird das sportliche Abschneiden der zurückliegenden 20 Spielzeiten berücksichtigt.

Profiteure sind Traditionsvereine wie der 1. FC Kaiserslautern (rund zwei Millionen) und der 1. FC Nürnberg (1,51). Vizemeister und Bundesligist RB Leipzig erhält deshalb nur rund 630.000 Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: TV-Gelder – Das kassieren die Zweitligisten

(jado/dpa)