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Fortuna Düsseldorf: Im Januar 2022 wird der Fanklub Münsterlandfortunen gegründet

Vorstellung Fanklubs : Fortuna-Fans bald auch im Münsterland organisiert

Es gibt sie am Niederrhein, natürlich in Düsseldorf und Umgebung, sogar in Berlin – und bald auch im Münsterland. Nachdem wir kürzlich über die Havelpralinen in der Hauptstadt berichtet haben, wollen wir in loser Folge einige Fortuna-Fanklubs vorstellen. Heute ist ein ganz neuer an der Reihe.

Am Abend des 5. Mai 1992 war es um Domenic Kollbach geschehen. Zehn Jahre war er damals alt, und zum ersten Mal hatte ihn sein Vater mit ins Rheinstadion genommen. Für den kleinen Domenic, geboren im münsterländischen Gronau, ein richtiges Abenteuer: Endlich führte ihn sein Papa, ein gebürtiger Düsseldorfer, in die Geheimnisse seiner Jugend ein, brachte ihm seine Fortuna nahe. Und wie.

Obwohl es ein sportlich höchst bescheidener Abend war und Fortuna wenig später sang- und klanglos aus der Bundesliga abstieg, ließ die launische Diva Domenic Kollbach nicht mehr los. „Es waren höchstens 7000 Zuschauer im Stadion“, erinnert sich der heute 39-Jährige, „obwohl es gegen den 1. FC Köln ging. Und wir verloren 1:3.“ Er aber war gefangen – bis zum heutigen Tag.

Zum Leidwesen seiner Mutter, die stets Fan des FC Schalke 04 war, zählte für Kollbach nur noch Fortuna. Auf der Arbeit fand er einen Gleichgesinnten, André Gesing. Gemeinsam fahren die beiden seit Jahren zu den Heimspielen, die 122 Kilometer einfache Strecke aus seinem Wohnort Metelen waren nie ein Hindernis. „Beim 1:1 gegen Regensburg haben wir uns dann plötzlich gefragt: Warum gibt es eigentlich keinen Fortuna-Fanklub im Münsterland?“, berichtet Kollbach.

Die beiden nahmen Kontakt zum Arbeitskreis Fanarbeit auf, unterhielten sich intensiv mit dem Fanbeauftragten Kevin Hallebach. „Er hat uns kräftig unterstützt“, betont Kollbach, der dann gemeinsam mit Gesing alles Weitere auf den Weg brachte. Die beiden ließen sich das Logo des künftigen Fanklubs „Münsterlandfortunen“ genehmigen und starteten einen Aufruf über ihre Lokalzeitung, über Facebook und sogar über die Ebay-Kleinanzeigen.

„Die Resonanz war klasse“, sagt er. „Wir hatten schnell rund 30 Zusagen zusammen, und mit so vielen hatten wir zum Anfang gar nicht gerechnet. Am 20. November gibt es das erste Treffen in unserer Stammkneipe in Ahaus. Zum 1. Januar wird der Klub dann offiziell gegründet.“ Logischerweise strebt der 39-jährige Gründer das Amt des Vorsitzenden an, „das würden André und ich schon gern zusammen machen“. In der Folge soll es dann Busfahrten zu den Heimspielen geben, aber auch zu einigen Auswärtspartien der Fortuna.

Für den Nachwuchs im Verein hat Kollbach inzwischen übrigens auch schon gesorgt. „Ich habe das Fortuna-Gen an unseren Sohn Hagen weitergegeben, wie es damals mein Vater mit mir gemacht hat“, berichtet er. „Seit seiner Geburt am 10. November 2011 ist Hagen Fortuna-Mitglied.“

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Die Münsterlandfortunen sind trotz ihres guten Starts und der eigenen Nachwuchsarbeit aber durchaus offen für weitere Mitglieder. Wer also im Münsterland wohnt und sich der Fortuna zugeneigt fühlt, kann sich jederzeit per E-Mail bei dem neuen Fanklub melden. Die Adresse ist muensterlandfortunen@web.de

 Das Logo des neuen Fanklubs.
Das Logo des neuen Fanklubs. Foto: Kollbach

Möchten Sie Ihren Fortuna-Fanklub auch einmal über unsere Redaktion vorstellen? Planen Sie eine besondere Aktion, gibt es etwas, was bei Ihnen ganz anders ist als anderswo? Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an fortuna@rheinische-post.de Stichwort: Fanklub-Vorstellung – vielleicht melden wir uns dann im Zuge unserer lockeren Serie schon bald bei Ihnen!