Fortuna Düsseldorf II: Schwierige Phase für die „Zwote“

Fußball-Regionalliga : Schwierige Phase für die „Zwote“

Zur schwachen Leistung beim 0:3 in Wattenscheid kommt auch noch viel Pech dazu.

Der Frust ist riesig. Egal, was Fortunas Regionalliga-Fußballer probieren, ihre Bemühungen verlaufen im Sande. Mit zwei Treffern liegt die „Zwote“ kurz vor Schluss bei der SG Wattenscheid zurück, als Timo Bornemann noch einmal seinen Gegenspieler anläuft. Er jagt auch dessen Rückpass auf Torwart Baboucarr Gaye nach, packt die Grätsche aus und trifft den 21-Jährigen am rechten Fuß. Etwas übermotiviert, aber sicher nicht überhart. Doch Gaye hebt ab – und Schiedsrichter Alexander Schuh zeigt Bornemann die Rote Karte. „Aus meiner Sicht völlig überzogen“, sagt Trainer Nico Michaty. Es ist einer von vielen Tiefpunkten der Partie, die sein Team letztlich mit 0:3 verliert.

Schon seit einigen Wochen steckt die „Zwote“ in einer schwierigen Phase. Aufgrund von Verletzungspech, offensiver Harmlosigkeit und defensiver Instabilität. Die Begegnung beim Bochumer Stadtteil-Klub stand sinnbildlich dafür. Rechtsverteidiger Moritz Montag fiel mit einer Muskelverhärtung aus. Für ihn spielte Johannes Bühler, der vor dem ersten Gegentreffer allerdings die Arbeit einstellte. Im Angriff fehlte die Abstimmung, ansonsten hätte Lex-Tyger Lobinger die Flingerner schon nach etwa einer Minute in Führung gebracht. Und im Abwehrverbund tragen die ständigen Personalwechsel freilich nicht zur Konstanz bei. „Man merkt, dass die Eingespieltheit nicht da ist“, analysierte Michaty.

So bahnten sich die Wattenscheider immer wieder mit einfachen Doppelpässen den Weg hinter die Viererkette der „Zwoten“ und entwickelten dadurch Gefahr. Hätten Leander Goralski und Tim Oberdorf in der Innenverteidigung nicht noch einige Situationen bereinigt, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Die Michaty-Truppe hat indes nicht nur die Partie und Angreifer Bornemann verloren: Zuvor ist schon Max Wegner offenbar aufgrund einer Beleidigung vom Feld geflogen.

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