Fortuna Düsseldorf: Ihlas Bebou lässt sich nicht beirren

Fortuna Düsseldorf: Bebou lässt sich nicht beirren

Ihlas Bebou will Düsseldorf noch in diesem Sommer verlassen. Bisher legt aber kein Bundesligist die von Fortuna geforderten fünf Millionen Euro Ablöse auf den Tisch. Verunsichern lässt sich der Angreifer davon nicht – ganz im Gegenteil.

Ihlas Bebou will Düsseldorf noch in diesem Sommer verlassen. Bisher legt aber kein Bundesligist die von Fortuna geforderten fünf Millionen Euro Ablöse auf den Tisch. Verunsichern lässt sich der Angreifer davon nicht — ganz im Gegenteil.

Bebou wäre für Trainer Friedhelm Funkel kaum zu ersetzen. "Ich als Trainer hoffe natürlich, dass Ihlas bei uns bleibt — und bin auch überzeugt davon. Er ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann", sagte der 63-Jährige, als die Wechselfrist, die Bebou gegeben wurde, am 31. Juli abgelaufen war.

Funkel ergänzte: "Ihlas ist fünf Millionen wert. Wenn ein Klub kommt, der ihn haben will, gucken wir einfach, wie Fortuna entscheidet." Bedeutet: Die abgelaufene Frist spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die Düsseldorfer pokern, immerhin geht es um viel Geld. Nach China oder England will Bebou nicht. Stellt sich die Frage: Wie viel zahlt ein Bundesligist für einen Zweitliga-Spieler, der nur noch ein Jahr Vertrag hat?

Fortuna pokert um Bebou-Ablöse

"Genießen wir den Augenblick"

Bis zum 31. August ist das Transferfenster geöffnet. Und Bebou sorgt derzeit mit seinen Auftritten dafür, dass das Interesse der Bundesliga-Klubs nicht abflaut. Ob tatsächlich fünf Millionen gezahlt werden? Eher nicht. Funkel sagte zwar: "Wir werden ihn unter fünf Millionen Euro nicht gehen lassen. Das zeigt, dass wir in der 2. Bundesliga gewisse Ambitionen haben." Am Ende sind solche Aussagen aber nur Teil des Pokers.

Bebou scheint es nicht zu beeindrucken, dass seine Zukunft in der Schwebe hängt. Und das ist durchaus ungewöhnlich für einen jungen Spieler, der von ganz anderen Sphären träumt. Er lässt sich nichts anmerken, ist weder bockig, patzig, noch tritt er in einen Generalstreik. Bebou liefert ab. Und das Woche für Woche.

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Spätestens 2018 in die Bundesliga

Der Spieler hilft sich selbst und der Fortuna, die alle Trümpfe in der Hand hat: Entweder die Düsseldorfer kassieren eine ansehnliche Summe für den 23-Jährigen, oder sie profitieren noch ein weiteres Jahr von den Fähigkeiten des togoischen Nationalspielers. Bebou kann sich zudem sicher sein: Spätestens im Sommer 2018 wechselt er in die Bundesliga.

Auf das Tempo und den Spielwitz des Youngsters, der den Gegnern regelmäßig die Beine verknotet, will Funkel bislang nicht verzichten. Er hat auch keinen Spieler im Kader, der das kann, was Bebou auf den Platz bringt. In den ersten vier Saisonspielen fehlte der Angreifer keine einzige Minute. Und beim 2:0 gegen Kaiserslautern war das Tor des Youngsters der Türöffner.

Bebou trifft per Kopf zum 1:0

Die Fortunen (inklusive Bebou) taten sich in der ersten Halbzeit schwer mit den Gästen. Gefahr gab's nur durch Standardsituationen und Fernschüsse. Dann schliefen die Kaiserslauterer kurz vor der Pause für wenige Sekunden, Lukas Schmitz durfte unbedrängt von der linken Seite flanken — und Bebou nickte aus etwa fünf Metern ein.

"Natürlich hat uns das 1:0 in die Karten gespielt, weil Lautern dann kommen musste", sagte Innenverteidiger Kaan Ayhan. "Der Spielverlauf war für uns natürlich super", ergänzte Kapitän Oliver Fink. Bebou ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann. Gegen Kaiserslautern hätte er zwar noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können — aber das war am Ende nur die Randnotiz eines gelungenen Nachmittags.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortunen feiern Sieg gegen Kaiserslautern

(jado)