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Fortuna Düsseldorf gewinnt verdient gegen 1. FC Heidenheim

Fortuna Düsseldorf : Überlegene Fortunen gewinnen verdient in Heidenheim

Gelungene Premiere für Taskin Aksoy: Der Interimstrainer von Fortuna Düsseldorf hat gegen den 1. FC Heidenheim einen 2:1 (1:1)-Erfolg gefeiert. Dabei zeigte das Team einen überzeugenden Offensivfußball, Oliver Fink und Axel Bellinghausen erzielten die Treffer.

Taskin Aksoy heißt der personifizierte Hoffnungsträger von Fortuna Düsseldorf — zumindest vorübergehend. Der gebürtige Berliner wurde nach der Entlassung Oliver Recks am Montag zum Interimstrainer des Teams befördert, zuvor hatte Aksoy erfolgreich die U23 des Vereins betreut. "Die Suche läuft", erklärte Sportvorstand Helmut Schulte in den vergangenen Tagen, die Hoffnung, dass der momentane Coach dennoch für ein Erfolgserlebnis sorgen würde, besteht aber verständlicherweise dennoch.

"Wir wollen kompakt auflaufen, und dann schnell umschalten. Das ist wichtig", predigte Aksoy vor der Partie gegen Heidenheim. So ähnlich begann auch die Partie im Süden des Landes: Bereits nach 20 Sekunden sorgte Oliver Fink, der den Kampf um die Startelfposition gegen den eigentlichen Kapitän Adam Bodzek gewonnen hatte, für den ersten Warnschuss aus rund 25 Metern. Wenig später war es Charlison Benschop, der nach einer gelungenen Kombination von Julian Schauerte und Sergio da Silva Pinto Heidenheim-Keeper Jan Zimmermann erneut forderte (3.).

Die Fortuna startete also ganz nach dem Geschmack des Interimtrainers, wie fragil das derzeitige Team-Gebilde ist, stellte sich nach vier Minuten heraus: Die Gastgeber befreiten sich das erste Mal, mehr als ein geblockter Torschuss sprang dabei nicht heraus. Und dennoch, es war der Startschuss für mehrere gelungene Angriffe der Heidenheimer, die Fortuna wackelte gehörig.

In der 11. Minute kam es dann ganz dick für die Gäste. Bruno Soares agierte gegen Angreifer Robert Leipertz komplett indisponiert, verlor zunächst den Zweikampf im Sechzehner und trabte dann dem einschussbereiten Gegenspieler nur hinterher. Leipertz nahm die Einladung an und ließ Keeper Michael Rensing aus wenigen Metern keine Chance.

Immer wieder Fortuna — immer wieder Zimmermann

Das Spiel nahm danach ordentlich an Fahrt auf, beide Mannschaften verzeichneten einige Torchancen. Während Soares bei einem weiteren Angriff der Gastgeber den Fuß noch in einen Schuss aus aussichtsreicher Position hinhielt (21.), scheiterten die Düsseldorfer gleich mehrfach an Heidenheims Zimmermann: Zunächst parierte er einen Kopfball Benschops nach einer Ecke der Fortunen (17.), danach einen Halloran-Schuss aus kürzester Distanz und nur Sekunden später wehrte er einen Nachschuss von Pinto zur Ecke ab (22.). Eben diese brachte aber den Ausgleich: Oliver Fink schraubte sich im Zentrum hoch und köpfte problemlos zum 1:1-Ausgleich ein (23.)

Fortuna agierte danach selbstbewusst, Heidenheim kam nur noch sporadisch aus der eigenen Hälfte heraus. Echte Torchancen sprangen dennoch nur selten heraus, sowohl Michael Liendl (38.) als auch Axel Bellinghausen (42.) scheiterten erneut an Torhüter Zimmermann.

Bellinghausen sorgt für die verdiente Führung

Zur Halbzeit hatten die Gäste entsprechend zwölf Mal auf das Tor geschossen, Heidenheim verbuchte dagegen nur zwei Versuche. Und so ging es weiter: In der 47. Minute hatte die Fortuna zunächst Glück, dass ein Liendl-Schuss abgefälscht wurde, Pech aber, dass der Ball nur gegen den Außenpfosten ging. Lukas Schmitz versucht es wenig später mit einem strammen Linksschuss, aber Zimmermann hatte erneut etwas dagegen (51.).

Die Gastgeber hingegen konnten sich nur ein Mal konstruktiv vor das Fortuna-Tor spielen: Marc Schnatterer vernaschte Jonathan Tah an der Eckfahne, in der Mitte vergab Florian Niederlechtner freistehend vor Rensing (53.). Danach ging es wieder munter in Richtung Zimmermann, der aber bei den Schüssen von Schauerte und Co. nicht eingreifen musste — in der 61. Minute war er dennoch geschlagen. Liendl steckte gut für Bellinghausen durch, der Linksfuß setzte sich mit dem nötigen Willen durch und schob in die lange Ecke zum hochverdienten 2:1 ein (61.).

Bodzek hat Vorentscheidung auf dem Fuß

Die Heidenheimer mussten nun mehr machen, die ein oder anderen Chancen blieben dabei nicht aus. Torschütze Leipertz hatte die beste Möglichkeit, der Angreifer schoss im Defensiv-Chaos aus wenigen Metern über das Fortuna-Tor (66.).

Fortuna agierte nach dem Treffer geschickt, ließ wenige Torchancen zu. Ausgerechnet der eingewechselte Bodzek vergab in den Schlussminuten die Möglichkeit zur Vorentscheidung, der Kapitän verzog aber vollkommen alleine gelassen rund fünf Meter vor dem Tor — der Ball trudelte am linken Pfosten vorbei (83.).

Dadurch konnten die Gastgeber noch mal hoffen, aber sie ließen beste Chancen ungenutzt, Rensing vereitelte zudem eine gute Torchance der Heidenheimer kurz vor Abpfiff (87.).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Heidenheim - Fortuna: Einzelkritik

(cfk)