Fortuna Düsseldorf gegen Hannover 96: Die Statistik spricht für Fortuna

Düsseldorfs Gegner im Check : Die Statistik gegen Hannover spricht für Fortuna

Hannover 96 hat zuletzt besser gepunktet als Fortuna Düsseldorf. Seit 1973 haben die Niedersachsen aber nicht mehr bei den Rot-Weißen gewonnen.

Das Spiel Sportlich hat die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr, Arena) fast keinen Wert mehr. Fortuna ist vor dem Abstieg gerettet. Sie hat mehr als doppelt so viele Punkte geholt wie die Gäste, die seit dem vergangenen Wochenende als Absteiger feststehen. Sie wollen sich in Düsseldorf am letzten Spieltag der Saison aber noch einmal ordentlich präsentieren. Einen kleinen sportlichen Anreiz haben die 96er auch noch: Sie wollen den vorletzten Platz verteidigen, den sie aktuell belegen, und nicht als Letzter absteigen. Fortuna kann sich durch einen Sieg um einen Platz auf Rang zehn verbessern, falls Hertha gegen Leverkusen verliert.

Die aktuelle Form Die 96er haben in den vergangenen Wochen besser abgeschnitten als Fortuna. Aus den jüngsten drei Spielen holte 96 zwei Siege (2:1 gegen Mainz, 3:0 gegen Freiburg) und unterlag dem FC Bayern nach guter Vorstellung mit 1:3. Nach nur einer Niederlage aus den jüngsten vier Partien (2-1-1) sind die Hannoveraner achtbestes Team dieses Zeitraums. Fortuna ist in diesem Vergleich  13. (1-1-2). Fortuna unterlag in der vergangenen Woche in Dortmund mit 2:3.

Die personelle Lage Fortuna muss auf den verletzten Jean Zimmer (Außenbandriss) und den nach seiner Roten Karte für zwei Spiele  gesperrten Adam Bodzek verzichten. Dawid Kownacki ist angeschlagen, sein Einsatz fraglich. Marcel Sobottka rückt in den Kader, wird aber nicht zur ersten Elf gehören. Hannover kommt ohne die verletzten Kevin Akpoguma (Schulteroperation), Felipe Trevizan Martins (Mittelfußbruch), Niclas Füllkrug (Knieoperation), Timo Hübers (Kreuzbandriss) und Noah Joel Sarenren Bazee (Syndesmoseriss) sowie Takuma Asano (interne Sperre) nach Düsseldorf.

Stärken und Schwächen Die 96er leiden unter Angriffsschwäche. Sie erzielten nur 30 Treffer in 33 Spielen. Mancher Beobachter behauptet, die Mannschaft wäre nicht abgestiegen, wenn der frühere Düsseldorfer Angreifer Ihlas Bebou nicht viele Wochen verletzt ausgefallen wäre.

Der direkte Vergleich Fortuna hat gegen keine andere Mannschaft so stark gepunktet: Gegen die Niedersachsen holten die Rot-Weißen im Schnitt 1,93 Zähler. Nach acht gemeinsamen Bundesligajahren stehen aus Fortunas Sicht neun Siegen vier Niederlagen gegenüber, viermal trennten sich die Teams remis. Auf eigenem Platz gewannen die Düsseldorfer fünf von sieben Spielen. Im März 1973 gab es mit 0:1 die bislang einzige Heimniederlage: Roland Stegmeyer schoss das Tor des Tages (3.). Es folgten ein 2:0 (Tore: Egon Köhnen, Reiner Geye) in der Saison 1973/74, ein 3:0 (Wolfgang Seel, Geye, Dieter Brei) 1975/76, ein 2:2 (Sven Demandt, Holger Fach/Fred Schaub) 1985/86 und ein 2:1 (Dani Schahin, Ken Ilsø/Mame Diouf) 2012/13.

Die Trainer Hannover-Coach Thomas Doll hat als Trainer noch kein Spiel gegen Friedhelm Funkel verloren. Mit dem Hamburger SV und Borussia Dortmund holte er jeweils einen Sieg und ein Remis gegen die von Funkel trainierte Eintracht Frankfurt.

Das Hinspiel Im Dezember machte Düsseldorf mit dem 1:0 in Hannover die Neun-Punkte-Woche perfekt. Nach Siegen gegen Freiburg (2:0) und Dortmund (2:1) kletterten die Fortunen aus dem Tabellenkeller und überwinterten mit 18 Punkten als Tabellen-14. Held des Tages war Oliver Fink, der in der Schlussminute das Siegtor schoss. Für den 36-Jährigen war es der erste Bundesliga-Treffer seit März 2013. Es war ein verdienter Düsseldorfer Sieg gegen einen angeschlagenen Gegner. Die Gäste hatten den Gegner 45 Minuten lang anrennen lassen (ohne ihnen eine Einschussmöglichkeit zu gestatten) und dann nach der Pause die Spielkontrolle übernommen.  Fortuna hätte die Partie wesentlich früher entscheiden müssen, wurde für ihren Glauben an den Erfolg bis zur letzten Sekunde dann in der Schlussminute belohnt.

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