Fortuna Düsseldorf: Gegen den FC Bayern liefern die Düsseldorfer immer mal wieder große Leistungen ab

Gegen den FC Bayern : In diesen Duellen spielte sich Fortuna in einen Rausch

Gegen den FC Bayern liefern die Düsseldorfer immer mal wieder große Leistungen ab – und feierten schon einige denkwürdige Siege.

Fortuna möchte am Samstag (15.30 Uhr) zum ersten Mal seit mehr als 34 Jahren wieder ein Heimspiel gegen den FC Bayern gewinnen. Zuletzt war den Düsseldorfern am 28. September 1985 gegen den Rekordmeister ein Erfolg auf eigenem Rasen geglückt. Es folgten acht Heim-Niederlagen in Folge. Doch die Bilanz ist aus Fortuna-Sicht eigentlich gar nicht so schlecht. Insgesamt 52 Mal standen sich die beiden Teams in Pflichtspielen gegenüber. Die Fortunen feierten zwölf Siege, zehn Partien endeten mit einem Remis. Das bislang jüngste Duell entschieden die Bayern am 14. April dieses Jahres in der Düsseldorfer Arena mit 4:1 für sich. Trotzdem durften die Fortunen an jenem 29. Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt feiern.

Zwischen Düsseldorf und München gab es eine Reihe spektakulärer Begegnungen, zuletzt in der Vorsaison das 3:3 in der Münchner Arena. Legendär ist auch der Düsseldorfer 7:1-Kantersieg vom Dezember 1978 im Rheinstadion. Vor einigen Jahren konnten die Fans ihn noch einmal im Metropol-Kino in Bilk erleben. Da es keine Tonaufnahmen zu den Bildern gab, sprang Stadionsprecher Dieter Bierbaum als Kommentator ein.

Fortuna – Bayern 6:5 (7. Juni 1975). Dieser Sieg ist neben dem 7:1 der denkwürdigste in der Geschichte des Rheinstadions. Die Elf von Trainer Manfred Krafft drehte an diesem vorletzten Spieltag einen 2:4-Pausenrückstand noch in einen Sieg. Vor 32.000 Zuschauern hatten Jupp Kapellmann (29.) und Gerd Müller (38., 40., 42.) für die Bayern sowie die Fortunen Wolfgang Seel (35.) und Werner Kriegler (41.) in der ersten Hälfte getroffen. Nach dem Wechsel sorgten Reiner Geye (56.), Heiner Baltes (59.) und Dieter Brei (63.) innerhalb von sieben Minuten für eine Düsseldorfer 5:4-Führung. Der Münchner Conny Torstensson traf zum 5:5 (69.). Das 6:5-Siegtor erzielte dann Dieter Herzog (72.). Die Bayern beendeten die Saison als Zehnter, die Fortunen auf Platz sechs.

Fortuna – Bayern 3:0 (23. August 1980). Fortuna feierte einen Blitzstart in die Saison: Sie schlug Mönchengladbach (2:1) und Uerdingen (1:0) und am dritten Spieltag vor 55.000 Zuschauern auch Bayern. In einer überragenden zweiten Halbzeit trafen Rudi Bommer (62.), Klaus Allofs (84.) und Thomas Allofs (87.). Die Düsseldorfer waren mit 6:0 Punkten Spitzenreiter, gerieten in der Rückrunde aber noch in Abstiegsgefahr und retteten sich auf Platz 13. Bayern wurde Meister.


Fortuna – Bayern 4:1 (3. Februar 1984). Ganz ähnlich lieft es in der Saison 83/84. Fortuna schlug Bayern, stieg aber trotzdem fast ab und landete auf Rang 14. Gegen München steigerte sich die Kremer-Truppe vor 60.000 Besuchern in einen Rausch, führte zur Pause schon mit 3:0 durch Ralf Dusend (30.), Günter Thiele (33.) und ein Eigentor von Norbert Nachtweih (39.). Bernd Dürnberger machte das 1:3 (73.), Atli Eðvaldsson das 4:1 (90.).

Fortuna – Bayern 4:0 (28. September 1985). Der bislang letzte Liga-Heimsieg. Fortuna-Trainer Dieter Brei berief erstmals Jörg Schmadtke in die erste Elf. Der Keeper zeigte in seinem ersten Bundesligaspiel überragende Paraden, brachte den FCB zur Verzweiflung. Nur 21.500 Zuschauer sahen Treffer von Andreas Keim (32.), Hasse Holmqvist (53.), Sven Demandt (62.) und Ralf Dusend (87.).


Fortuna – Bayern 3:0 (18. November 1986). Fortuna feierte den ersten Sieg im DFB-Pokal über den FCB (nach zwei 0:1-Pleiten im Finale 1957 und im Halbfinale 1971). Ralf Dusend spielte vor 45.0000 Zuschauern wie im Rausch und traf zum 1:0 (70.). Michael Preetz (88.) und Manfred Bockenfeld (90.) legten nach.


Fortuna – Bayern 3:1 (18. September 1995).
 Der von Trainer Aleksandar Ristic überraschend aufgebotene Amateur Ben Manga machte in der zweiten DFB-Pokalrunde vor 45.000 sein Spiel des Lebens. In seiner zweiten Partie für die Profis spielte der extrem offensiv agierende Außenverteidiger die Truppe von Trainer Otto Rehhagel schwindelig. Die Tore erzielten Darko Pancev, Richard Cyron und in der Schlussminute Thomas Seeliger auf Vorlage von Ben Manga.

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