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Fortuna Düsseldorf gegen 1. FC Köln: Uwe Rösler-Tabelle macht Mut vor Derby

Platz zehn nach sieben Spielen : „Rösler-Tabelle“ macht Fortuna vor Derby Mut

Unter dem neuen Trainer Uwe Rösler ist bei Fortuna Düsseldorf ein Aufwärtstrend zu erkennen. Im Derby beim 1.FC Köln am Sonntag sollen weitere Punkte folgen – nach Möglichkeit natürlich drei.

Der 3. November 2019 ist für Fortuna-Fans wohl der bisherige Feiertag der Fußball-Bundesliga-Saison: Mit 2:0 bezwangen die Düsseldorfer im Rheinischen Derby den 1. FC Köln. Im Rückspiel am Sonntag (18 Uhr) soll nun der erste Auswärtssieg in der Domstadt seit knapp 31 Jahren folgen. Allein: Die Vorzeichen sind komplett andere als noch vor sechs Monaten.

Im November hieß Fortunas Trainer Friedhelm Funkel, in Köln saß Achim Beierlorzer auf der Bank. Nun stehen Uwe Rösler und Markus Gisdol an der Seitenlinie. Und während sich der FC von der Abstiegszone längst entfernt hat, stecken die Düsseldorfer tief im Kampf um den Klassenerhalt. „Seit dem Hinspiel ist viel Wasser den Rhein hinuntergelaufen“, sagt Rösler. „Die Aufschlüsse aus den Spielen zuletzt sind für mich prägender. Die Kölner sind nun sehr robust, sehr zweikampfstark, warten nicht ab, gehen vorne drauf. Sie haben viele junge Spieler mit hoher Energie.“

Auch Fortuna hat seinen Spielstil unter Rösler verändert und attackiert in der Regel früher. Zudem erarbeiten sich die Fortunen im 3-5-2 oder oder 3-4-2-1 gute Torchancen. Allerdings hapert es an der Chancenverwertung. Nach dem Trainerwechsel von Funkel zu Rösler hat Fortuna aus sieben Spielen acht Punkte geholt. Zieht man die Formtabelle seit dem 20. Spieltag – Röslers erstem Spiel als Fortuna-Coach – heran, stehen die Düsseldorfer auf Platz zehn, nur drei Punkte hinter Leipzig, vier Punkte vor Frankfurt und Schalke.

Nun kommt es darauf an, wie man diese Zahlen einordnet: Möchte man das Ganze kritisch betrachten, heißt es: Fortuna spielte unter anderem gegen Frankfurt, Hertha, Mainz und Paderborn nur Unentschieden, obwohl sie in allen Partien die bessere Mannschaft waren. Hätte man nur zwei dieser Spiele gewonnen, stünde man nicht mehr auf dem Relegationsplatz.

Die Düsseldorfer Protagonisten bewerten die „Rösler-Tabelle“ freilich anders, viel positiver. „Diese Zahlen zeigen doch, dass wir derzeit nur ganz schwer zu schlagen sind“, sagt Rösler zu der Bilanz von einem Sieg, einer Niederlage und fünf Remis. „Natürlich wäre es mir aber lieber, wir verlieren mal ein Spiel, gewinnen dafür dann zwei oder drei.“

Der Trainer möchte sich nicht mit der Theorie beschäftigen, was mit Teams passieren kann, die aus guten Spielen zu wenige Punkte holen und folglich in ein Formtief geraten. „Ich gehe immer vom positiven Fall aus“, sagt Rösler. Und der besagt, dass der Trend für ihn und seine Mannschaft spricht.

Auch die Anzahl der herausgespielten Chancen sehen die Verantwortlichen als Grund zur Freude. Der Schwachpunkt, an dem es zu arbeiten gilt, ist klar und deutlich ausgemacht: „Wir haben Verbesserungspotential im Abschluss und bei Standardsituationen. Wir üben das auch im Training, aber das geht nicht von heute auf morgen. Ich bin kein Mann für Wunderdinge, sondern arbeite Schritt für Schritt.“

Und der nächste Schritt ist, die Balance zwischen Defensivarbeit und Angriffsspiel so zu behalten, wie zuletzt, dabei aber den Druck zu entfachen, der Siege erzwingt. „Wichtig ist, dass wir alle den Willen haben. Und diesen Willen hat mir die Mannschaft seit meinem Antritt an jedem Tag gezeigt. Die Jungs sind sich auch der Bedeutung des Derbys bewusst und werden alles tun, um es zu gewinnen.“