Fortuna Düsseldorf gegen 1. FC Köln: Friedhelm Funkel fordert „Leidenschaft und Mut“

Rheinderby gegen den 1. FC Köln : Fortuna-Trainer Funkel fordert „Leidenschaft und Mut“

Erstmals seit mehr als 22 Jahren treffen Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Köln in der Bundesliga aufeinander. Fortunas Trainer Friedhelm Funkel fordert von seiner Mannschaft „Leidenschaft und Mut“.

Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) ist es soweit: Fortuna Düsseldorf empfängt den 1. FC Köln. Erstmals seit mehr als 22 Jahren treffen die rheinischen Rivalen wieder in der Bundesliga aufeinander. „In so einem Spiel dürfen wir keinen Ball verloren geben und müssen jeden Meter beackern“, sagte Fortunas Trainer Friedhelm Funkel, der von seiner Mannschaft „Leidenschaft und Mut“ forderte. Für den 65-Jährigen wird es das erste Rheinderby. Selbst in seiner Zeit als Kölner Coach von Februar 2002 bis Oktober 2003 erlebte Funkel kein Derby zwischen diesen beiden Klubs. Düsseldorf war damals viertklassig.

Doch nicht nur wegen des Derby-Charakters sei es eine besondere Partie. „Der Stellenwert ist sehr hoch“, sagte Funkel weiter, „beide Teams haben sieben Punkte. Wir haben drei, vier Punkte zu wenig. Ein Sieg würde uns sehr gut tun. Die Jungs wissen, worum es geht.“ Funkel setzt im Derby auch auf die Unterstützung der Anhänger: „Unsere Fans haben uns auch am Mittwoch toll unterstützt und uns in einer schwierigen Situation sehr geholfen. Diese Verbindung zwischen Mannschaft und Fans müssen wir beibehalten.“

Für seinen Gegenüber, Achim Beierlorzer, wird es nach der jüngsten Blamage im DFB-Pokal beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken (2:3) derweil immer ungemütlicher. Doch der 51-Jährige zeigte sich von den Diskussionen über eine mögliche Beurlaubung im Falle einer Derby-Niederlage unbeirrt. „Es ist kein Endspiel, aber ein ganz, ganz wichtiges Spiel“, sagte der Franke am Freitag. Die teilweise Panik im Umfeld habe ihn „nicht erreicht, weil ich nur die Überschriften überflogen habe und ein Grund weg positiver Mensch bin“.

Köln will sich von Veh-Rücktritt nicht ablenken lassen

Die 2:3-Blamage beim 1. FC Saarbrücken am Dienstag sei zwar ein „Nackenschlag“ gewesen. „Natürlich ist das frustrierend, weil uns das nicht passieren darf“, sagte Beierlorzer: „Aber wir dürfen uns nicht mit zu negativen Dingen beschäftigen.“ Auch vom angekündigten Rücktritt von Geschäftsführer Armin Veh will sich Beierlorzer nicht ablenken lassen. „Leute kommen, und Leute gehen. Das ist das Fußball-Geschäft“, sagte Beierlorzer: „Ich lasse mich davon nicht beeinflussen. Das muss man ausblenden. Wir müssen uns absolut auf Sonntag fokussieren. Das ist die Aufgabe von mir und eines jeden Spielers.“

Die Polizei hat die Derbys als Hochrisikospiele eingestuft, zu denen gewaltbereite Anhänger beider Lager erwartet werden. Mit einem Großaufgebot von mehr als 1000 Beamten aus ganz NRW will die Polizei am Sonntag die friedlichen Zuschauer schützen und Auseinandersetzungen sogenannter Störer unterbinden. In und an der Arena werden zusätzlich gut 1000 Ordner im Einsatz sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Friedhelm Funkel

(sid/old)