Fortuna Düsseldorf: Gedankenspiele im Abstiegskampf

Fortuna Düsseldorf: Gedankenspiele im Abstiegskampf

So könnte Fortuna in Hannover spielen

Fortuna Düsseldorf steckt tief im Schlamassel. Die Abstiegszone ist nur zwei Punkte entfernt. Doch auch ein einstelliger Tabellenplatz ist in der 2. Bundesliga vier Spieltage vor Saisonende noch möglich. Wir spielen fünf kuriose Szenarien durch.

Ist der Karlsruher SC noch zu retten? Vermutlich nicht. Elf Punkte fehlen dem Traditionsverein auf den Relegationsplatz. In Baden-Württemberg plant man für die 3. Liga. Arminia Bielefeld hingegen zuckt noch. Die Ostwestfalen haben auf Platz 17 (31 Punkte) das rettende Ufer im Blick, an das sich gerade 1860 München (33) klammert. Dazwischen hängt Erzgebirge Aue – punktgleich mit den Sechzigern.

Fortuna hatte mit dem Keller in dieser Saison nicht viel zu tun. Doch nach miserablen zehn Zählern aus 13 Rückrunden-Spielen droht dem Tabellenzwölften (35) plötzlich der Absturz. Erinnerungen an die Bundesliga-Saison 2012/13 werden wach – da wähnte man sich auch über dem Berg, brach ein und schmierte am 34. Spieltag ab.

Nun befindet sich die halbe Liga im Abstiegskampf. Wer in die Drittklassigkeit muss, ist völlig offen. An vier Spieltagen kann viel passieren. Kuriose Konstellationen sind noch möglich.

Szenario 1: Vier Teams sind nach dem letzten Spieltag punktgleich

Das Wichtigste vorweg: Bei diesem Szenario hält Fortuna die Klasse durch einen Sieg im Abstiegs-Endspiel gegen Erzgebirge Aue. Die Düsseldorfer müssen aber lange zittern, weil es in Hannover und Nürnberg Niederlagen setzt. Würzburg holt in der Esprit-Arena einen Punkt und darf ebenfalls weiter Zweitliga-Fußball spielen. Karlsruhe (23 Punkte) und Aue (37 Punkte) steigen ab. Bielefeld spielt mit derselben Punktzahl in der Relegation, 1860 München und die Kickers retten sich nur wegen des besseren Torverhältnisses. Für Fortuna reichen 39 Zähler zu Platz zwölf. Trainer Friedhelm Funkel könnte sagen, dass genau das das Ziel in einer Spielzeit der Stabilisierung gewesen sei.

Szenario 2: Fortuna schließt Saison auf Platz fünf ab

Zugegeben, dieses Szenario ist in höchstem Maße unwahrscheinlich. Aber tatsächlich könnte Fortuna mit vier Siegen noch bis auf Platz fünf der Tabelle vorrücken. Das zeigt, wie eng es in der 2. Bundesliga zugeht. Allerdings dürfte nach der Rechnung Dynamo Dresden, momentan elf Zähler voraus, keinen einzigen Sieg mehr holen. Auch Fürth, Heidenheim, Nürnberg, Sandhausen, Bochum und St. Pauli müssten die Düsseldorfer vorbeiziehen lassen. Ein Sechser im Lotto, aber die kommen ja ab und an auch vor.

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Szenario 3: Fortuna muss in die Relegation

Die Saison der Flingerner ist nach dem 34. Spieltag noch nicht zu Ende. 36 Zähler reichen nach einer katastrophalen Rückrunde nur zu Platz 16. Aue überflügelt die Rheinländer am letzten Spieltag, weil das Team aus dem Erzgebirge Fortuna den Schneid abkauft und gewinnt. Die Düsseldorfer haben es mit einem Punkt aus den Spielen gegen Hannover, Würzburg und Nürnberg verpasst, sich aus der Gefahrenzone zu verabschieden. Bielefeld (33) und Karlsruhe (24) steigen ab, die Fortuna könnte es dann in der Relegation mit Mannschaften wie dem 1. FC Magdeburg, Holstein Kiel oder Jahn Regensburg zu tun bekommen.

Szenario 4: Es geht direkt in die 3. Liga

In Hannover und Nürnberg verlieren die Rot-Weißen knapp. Unentschieden gegen Würzburg und Aue reichen nicht, weil die Konkurrenz kontinuierlich punktet. Am Ende steht die Fortuna bei 37 Zählern – und geht gemeinsam mit dem Karlsruher SC (23) in die 3. Liga. Sandhausen und Würzburg retten sich mit 38 Punkten, Aue hat ein deutlich mieseres Torverhältnis und muss in die Relegation. Der FC St. Pauli hält den positiven Trend und klettert sogar noch auf Platz acht, 1860 auf neun. Investor Hasan Ismaik spricht von der Champions League. Und Fortuna-Boss Robert Schäfer von einem Fünf-Punkte-Plan, der zurück in die Bundesliga führt.

Szenario 5: Fortuna rettet sich am 33. Spieltag

Fortuna verliert in Hannover, besiegt Würzburg und kassiert auch in Nürnberg eine Pleite. Weil aber Bielefeld und Aue im Schlussspurt nicht aus dem Quark kommen, haben die Düsseldorfer mit 38 Zählern schon am 33. Spieltag vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Das letzte Saisonspiel gegen Aue ist nur für die Gäste von Bedeutung. Fortuna verabschiedet sich in die Sommerpause. Die nächste Spielzeit soll aber wirklich eine Saison der Stabilisierung werden.

(jado)
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