Fortuna Düsseldorf: Fünf Lehren aus den 0:2 beim SC Paderborn

Fünf Lehren aus Fortunas 0:2 in Paderborn : Mehr Mut, Kreativität und Laufbereitschaft

Fortuna hat bereits am Mittwoch im Pokal gegen Aue die Chance, das 0:2 beim SC Paderborn vergessen zu machen. Dafür gilt es aber, kreativer und mutiger zu spielen.

Fortuna möchte das unnötige 0:2 in der Bundesliga beim Tabellenletzten SC Paderborn möglichst schnell abhaken. Da kommt es gelegen, dass eine Pokalwoche ansteht. Bereits am Mittwoch geht es in der zweiten Runde mit dem Spiel gegen Erzgebirge Aue (20.45 Uhr) weiter. Dort wollen die Profis zeigen, was sie aus der Paderborn-Pleite mitgenommen haben. Hier sind fünf Lehren aus der Partie:

1. Defensiv stabil bleiben Fangen wir mit dem Positiven an: Zwar kassierten die Düsseldorfer zwei Gegentore, doch eines war ein Sonntagsschuss, das zweite eine Kopfballbogenlampe mit dem Rücken zum Tor – schwer zu verteidigen für Andre Hoffmann. Insgesamt stand Fortuna stabil, ließ wenig zu. Das muss so bleiben.

2. Kreativität (r)einbringen Bei Ballbesitz mangelte es an vielem – vor allem an Kreativität. Das muss auch der Aufstellung zugeschrieben werden. Matthias Zimmermann und Adam Bodzek gelten als resolute Abräumer, keineswegs aber als pfiffige Spielgestalter. Auch hier muss die Mischung stimmen: Ein defensiver Sechser mit einem kreativeren Mann wie Lewis Baker wäre sicher eine Lösung.

3. Wieder mehr laufen Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Fortuna ist das Team, das am neunten Spieltag mit weitem Abstand am wenigsten gelaufen ist. Zur Verdeutlichung: Bei Borussia Mönchengladbach spulten sieben Spieler mehr als elf Kilometer. Bei Fortuna war es in Niko Gießelmann gerade mal einer – und das nur ganz knapp (11,05 km). Das muss wieder viel besser werden.

4. Mutig sein In der vergangenen Saison lebte Fortuna davon, nach Ballgewinn schnell und mutig nach vorne zu spielen. Das gelingt in dieser Spielzeit fast gar nicht mehr. In Paderborn lag das, wie Trainer Friedhelm Funkel bereits analysiert hat, an den fehlenden Läufen in die Tiefe. Die offensiven Außen, Dawid Kownacki und Bernard Tekpetey, waren – vor allem in der ersten Halbzeit – Totalausfälle.

5. Die Geduld der Fans ist endlich Erstmals seit dem Aufstieg 2018 bekamen die Spieler am Zaun von den Fans nicht nur aufmunternde Worte zu hören. Es ist ein Warnsignal, die Fans haben ein feines Gespür dafür, wann die Leistung zu kritisieren ist.