Fortuna Düsseldorf: Fünf Lehren aus dem Spiel gegen den FSV Mainz 05

Fortuna verliert 0:1: Fünf Lehren aus dem Spiel gegen Mainz 05

Lange war Fortuna gegen Mainz die bessere Mannschaft. Trotzdem stand nach 90 Minuten eine 0:1-Niederlage auf der Anzeigentafel. Hier sind fünf Lehren, die die Fortuna aus dem Spiel gegen den FSV ziehen kann.

Fortuna hat ihr Heimspiel am 13. Spieltag gegen Mainz 05 verloren. Obwohl sie lange die bessere Mannschaft war, unterlag sie vor 37.000 Zuschauern mit 0:1 (0:0). Die Erkenntnisse.

1. Fortuna kann in der Bundesliga mithalten

In den jüngsten Partien hat der Zweitligameister aus Düsseldorf eindrucksvoll bewiesen, dass er im Fußball-Oberhaus mithalten kann und der anvisierte Klassenerhalt keine Utopie ist. Sogar Top-Gegner kann Fortuna spielerisch beherrschen. Spieler und Trainer haben nie an sich und ihre Chance gezweifelt, auch nicht während der frustrierenden Serie von sechs Niederlagen. Jetzt haben sie wie zum Beweis eine weitere starke Vorstellung abgeliefert. Erst der Sieg über Hertha BSC, dann das sensationelle Remis beim FC Bayern und nun eine Klasseleistung bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Mainz 05. Der dritte Düsseldorfer Saisonerfolg war jedenfalls greifbar und hätte dem Spielverlauf entsprochen. Die Rot-Weißen ließen die Gelegenheit allerdings ungenutzt verstreichen, durch einen Sieg zumindest für eine Nacht ans rettende Ufer zu klettern. Selbst der Mainzer Coach sprach nach Spielende von einem schmeichelhaften Erfolg seiner Mannschaft.

2. Nur die Chancenverwertung stimmt nicht

Bei Fortuna fehlte die Konsequenz im Abschluss. So konsequent sie sich bei der Abwehrarbeit zeigt, so schludrig geht sie mit ihren großen Einschussmöglichkeiten vor dem gegnerischen Tor um. Das war in den Partien gegen Hertha und Bayern mit sieben Treffern anders. Jetzt war es gegen Mainz wieder wie zuvor: Bei etwas größerer Konzentration in den entscheidenden Momenten wäre ein Sieg unvermeidbar gewesen. Trainer Friedhelm Funkel meinte deshalb: „Das ist die ärgerlichste Niederlage der Saison.“ Es ist durchaus sehr positiv, dass seine Truppe so starke Vorstellungen bringt, von wirklichem Nutzen ist das aber nur dann, wenn auch der Ertrag stimmt und Punkte herausspringen. Vize-Kapitän Adam Bodzek meinte: „Wir müssen mehr Punkte holen, keine Frage. Aber es ist noch viel zu früh, um vom Abstieg zu reden.“

3. In der Mannschaft ist eine Entwicklung auszumachen

Der Aufsteiger zeigte gegen Mainz eine der besten Spielhälften der Saison, überzeugte auch über weite Strecken der zweiten 45 Minuten. Sicher wechselt sie auf Anweisung von Trainer Friedhelm Funkel zwischen den Spielsystemen, kann schnell auf taktische Änderungen beim Gegner reagieren. Sie behielt ihre Grundordnung über die komplette Partie und ließ sich auch von dem Gegentor nicht davon abbringen. Ein wichtiger Faktor für die kommenden Aufgaben. Fortuna kommt in ihrem Lernprozess also sichtbar voran. Das ist wichtig, um den direkten Wiederabstieg vermeiden zu können.

4. Die Bundesliga bestraft Nachlässigkeiten

Die bittere Niederlage gegen Mainz hat den Fortunen erneut auf schmerzhafte Weise klar gemacht, dass man in der höchsten Spielklasse über die kompletten anderthalb Stunden Spielzeit sehr konzentriert sein muss. Nach dem Seitenwechsel genügte dem bis dahin unterlegenen Gast eine kurze Schwächephase der Fortuna, um letztlich entscheidend zuzuschlagen und den Treffer des Tages zu erzielen. Die kurze Phase der Auszeit, die sich die Fortunen Mitte des zweiten Durchganges nahm, war dann spielentscheidend. Mit ihrer kämpferischen und taktischen Darbietung hatte der Gastgeber die Nase vorne.

5. Fortuna kann sich auf ihre Fans verlassen

Der Support von den Rängen war einmal mehr erstklassig – auch ohne das passende Ergebnis. Die Fans spüren, dass ihre Mannschaft alles gibt und mit Leidenschaft dabei ist. Dieser Zusammenhalt zwischen Fans und Spielern ist wichtig, um im Kampf um den Klassenerhalt bestehen zu können und eine Chance zu haben.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortuna - Mainz 05: die Bilder zum Spiel

(faja)
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