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Fortuna Düsseldorf: Fünf Fakten zum Sieg beim FC Augsburg

Erinnerungen an 2013 : Die fünf wichtigsten Fakten zum Fortuna-Sieg in Augsburg

Die Mannschaft hat die unsägliche Trainerdiskussion bestens verarbeitet, Marvin Duckschs Torflaute ist beendet. Doch es gibt noch weitere nachhaltige Erkenntnisse aus dem 2:1 beim direkten Konkurrenten.

Fortuna Düsseldorf hat mit dem 2:1-Sieg beim FC Augsburg einen ganz wichtigen Sieg im Abstiegskampf errungen. Die fünf wichtigsten Punkte an einem eiskalten Samstagnachmittag im bayerischen Schwaben:

1. Fortunas Last-Minute-Qualitäten

Es spricht für die mentale Stärke der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel, dass sie zum wiederholten Male zu einem ganz späten Zeitpunkt einen wichtigen Treffer erzielte. Als Beispiele dienen Dodi Lukebakios 3:3 beim FC Bayern, Oliver Finks 1:0 in Hannover und nun Benito Ramans 2:1 in Augsburg. Die Mannschaft ist hochkonzentriert, gibt niemals auf und sucht bis zuletzt ihre Chance – eine immens wichtige Qualität im Abstiegskampf.

Kommentar zu Fortunas Last-Minute-Sieg in Augsburg

2. Das Ende der Ducksch-Flaute

Eine komplette Hinrunde lang blieb der als Zweitliga-Torschützenkönig geholte Marvin Ducksch ohne Treffer – eine quälend lange Zeit. In Augsburg erzielte der frühere Kieler sein erstes Tor, und gleich ein ganz wichtiges: Sein 1:0 kurz vor der Pause gab Fortuna viel Selbstvertrauen. „Ich freue mich riesig über mein Tor, aber noch mehr über den Sieg“, sagte Ducksch strahlend. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel hatte das Tor vorausgesagt: „Ich habe Marvin auf den Weg gegeben, dass er heute trifft, ebenso, wie ich ihm seine beiden Tore im Telekom-Cup gegen Hertha vorhergesagt habe.“ Ducksch bestätigte die Geschichte: „Und sie darf gerne so weitergehen.“ Funkel ergänzte: „Dann soll Lutz dem Marvin jetzt am besten mal sagen, dass er drei Tore schießt.“

3. Trainerposse schweißt das Team noch enger zusammen

„Wir haben gezeigt, dass wir das alles abhaken müssen und können“, erklärte der überragende Regisseur Kevin Stöger. Das Theater um die Vertragsverlängerung für Trainer Funkel ging zwar nicht spurlos an den Düsseldorfern vorbei, aber sie verarbeiteten es in der richtigen Weise, setzten es in noch mehr Zusammenhalt um. Der Sieg in Augsburg war auch für den Trainer, wie Kaan Ayhan anmerkte, „aber er war auch tabellarisch ganz wichtig“.

4. 21 Punkte nach 18 Spielen – wie 2013

Auch im bislang letzten Bundesligajahr 2012/13 hatte Fortuna nach 18 Spieltagen 21 Punkte, auch damals war der Gegner an diesem 18. Spieltag der FC Augsburg. Jetzt gilt es zu beweisen, dass sich die Geschichte ansonsten nicht wiederholt – denn nach dieser tollen Phase stieg die Mannschaft seinerzeit wegen diverser Querelen und Probleme doch noch ab. Der Kader von heute ist freilich ein ganz anderer, die Situation nicht vergleichbar – sofern die Vereinsführung nun Ruhe und Kontinuität bewahrt und unnötige Störmanöver wie im Trainingslager von Marbella vermeidet. Doch auch Funkel warnt: „21 Punkte sind toll, aber die reichen noch nicht zum Klassenerhalt. Die hatte Fortuna nach 18 Spieltagen schon einmal.“

5. Es gibt keine Torhüterdiskussion

Michael Rensing sah beim Ausgleichstreffer der Augsburger nicht sehr gut aus – weil er nach eigenem Bekunden den Ball zu spät sah. Sein Trainer nahm den Keeper jedoch in Schutz: „Da muss man auch einmal den Schützen loben, das hat Jonathan Schmid sehr gut gemacht.“ Zweifel an der Hierarchie unter den Torhütern kämen jedenfalls nicht auf, versicherte Funkel: „Micha ist unsere Nummer eins, und das wird auch so bleiben. Mit Jaro Drobny und Rapha Wolf haben wir zwei gute Leute hinten dran, aber es gibt überhaupt keine Torhüterdiskussion bei uns.“