Fortuna Düsseldorf: Fünf Dinge, die der Aufsteiger ins Hertha-Spiel mitnehmen muss

Nach dem 0:3 in Mönchengladbach : Fünf Dinge, die Fortuna ins Hertha-Spiel mitnehmen muss

Am Samstag empfängt Fortuna Düsseldorf die Hertha aus Berlin. Damit es besser läuft als zuletzt in Mönchengladbach, muss die Mannschaft einiges beachten. Zum Beispiel das.

Wir haben fünf Erkenntnisse zusammengetragen.

Das Offensivspiel muss auch zum Abschluss führen

Fortuna zeigte trotz der Niederlage, die am Ende deutlicher ausfiel als der Spielverlauf, viele positive Ansätze. Gerade im Angriffsspiel wirkte der Aufsteiger gegenüber den jüngsten Auftritten verbessert, ergriff trotz der gefürchteten Gladbacher Offensivpower immer wieder selbst die Initiative. Auffällig war dabei jedoch die Abschlussschwäche. Obwohl vor allem Dodi Lukebakio, der seinen Gegenspieler Oscar Wendt vor große Probleme stellte, häufig über den rechten Flügel durchkam und auch Rouwen Hennings und Marvin Ducksch in gute Kontersituationen kamen, fielen der jeweils letzte Pass und fast alle Flanken zu schlampig aus.

Ein Rückstand bedeutet noch keine Niederlage

Die Comeback-Qualitäten, die Fortuna in der Aufstiegssaison so sehr ausgezeichnet hatten, sind derzeit kaum zu erkennen. Zwar gab es in Gladbach in dieser Hinsicht eine gewisse Steigerung, weil die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel nach dem äußerst unglücklichen Rückstand durch einen unberechtigten Handelfmeter noch zu eigenen Chancen kam und sich stärker wehrte als in den vorangegangenen Partien. Dennoch gehen die Köpfe noch zu sehr nach unten, wenn der Gegner in Führung geht. Das muss sich ändern, wenn der Klub zurück in die Erfolgsspur will.

Offensive Außen fördern Fortunas Spiel

Am Ergebnis lässt es sich nicht ablesen, aber der Düsseldorfer Auftritt war couragierter und mutiger als bei der 0:3-Heimniederlage gegen Wolfsburg und erst recht beim 1:7 in Frankfurt. Das lag nicht zuletzt am Mut des Cheftrainers, der in Hennings, Ducksch, Lukebakio und Takashi Usami vier gelernte Offensivspieler aufgeboten hatte. Das muss defensiv nicht einmal ein Risiko sein, wenn diese in der Rückwärtsbewegung so gut arbeiten, wie es das Quartett und dabei insbesondere Usami tat.

Individuelle Fehler in der Abwehr müssen aufhören

Nicht nur der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer zeigte sich nach dem Schlusspfiff im Borussia-Park verärgert über die unnötigen Fehler in der Abwehr, die eine insgesamt sehr ordentliche Defensivleistung zunichte machten. Kaan Ayhan, bis zum Frankfurt-Spiel die Souveränität in Person, leistete sich wie in der Hessenmetropole erneut unerklärliche Aussetzer. Sein erster, ein Querpass im eigenen Strafraum in die Füße des Gladbachers Alassane Plea, blieb wegen des schwachen Abschlusses des Franzosen noch ungestraft, der zweite führte unweigerlich zum entscheidenden 0:2. Diese Fehler gab es zu Saisonbeginn nicht, und sie sind mit der entsprechenden Konzentration gerade von einem technisch so versierten Profi wie Ayhan absolut vermeidbar.

Mut bleibt der Schlüssel zum Erfolg

In Gladbach wurde der sichtlich gestiegene (und wahrscheinlich im 5:1-Pokalsieg in Ulm begründete) Mut zwar nicht belohnt, aber Fortuna muss ihn sich für das Samstag-Heimspiel gegen Hertha BSC (15.30 Uhr, Arena) zwingend bewahren. Was die Gladbacher lange Zeit vor Probleme stellte, wäre auch gegen Hertha ein probates Mittel. Die wichtigste Aufgabe für Funkel und sein Trainerteam wird sein, die richtige Balance aus Kompaktheit in der Defensive und Mut in der Offensive zu finden. Denn ganz ohne Zweiteren ist in der Bundesliga nichts zu gewinnen.

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