Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel zufrieden mit 2:1 gegen Erzgebirge Aue

Fortuna steht im Achtelfinale : „Es wäre wichtig, ein Heimspiel zu haben“

Fortuna steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Das liegt an einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Die Verantwortlichen sind einverstanden mit der Leistung beim 2:1 gegen Zweitligist Erzgebirge Aue.

Eigentlich sind sich alle einig: Das war kein glanzvoller Fußballabend am Mittwoch. Das war über weite Strecken nicht schön anzusehen. Aber in den Geschichtsbüchern wird ein Erfolg für Fortuna Düsseldorf stehen: 2:1 gegen Zweitligist Erzgebirge Aue in der zweiten Runde des Pokals. „Mir ging es heute Abend nur um das Weiterkommen. Das habe ich der Mannschaft auch gesagt. Deshalb bin ich einverstanden mit der Leistung“, sagte Fortunas Trainer Friedhelm Funkel.

Es war ein bisschen so, wie mit dem Pferd, das nur so hoch springt, wie es muss. „Aber in den ersten 20 Minuten sind wir nicht hoch genug gesprungen“, betonte ein selbstkritischer Andre Hoffmann. Er und seine Nebenmänner waren unkonzentriert, machten unnötige Fehler und gerieten folgerichtig mit 0:1 in Rückstand. Dimitij Nazarov nahm eine Flanke direkt, Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier entschärfte bei seinem Profidebüt den Ball zwar, aber nicht weit genug vom Tor weg. Die Kugel landetet beim völlig alleingelassenen Florian Krüger, der die Gäste in Führung brachte. „Absolut kein Vorwurf an Florian“, sagte Sportvorstand Lutz Pfannenstiel – und war damit auf einer Wellenlänge mit Torwarttrainer Claus Reitmaier und Coach Funkel. „Ansichtssache“, sagte ein ebenfalls selbstkritischer Kastenmeier.

Fortuna kam danach ein bisschen besser ins Spiel, hatte aber Glück, dass Kasim Adams’ Fehler nicht zum 0:2 führte. Chancen erspielten sich die Düsseldorfer gegen gut gestaffelte Auer nicht. „Sie standen sehr gut“, sagte Funkel. „Dass ein Bundesligist einen Zweitligisten zwingend besiegen muss, ist ein Irrglaube. Das zeigen auch die anderen Ergebnisse.“

Dass der Düsseldorfer Bundesligist aber am Ende den Auer Zweitligisten besiegte, lag vor allem an zwei Umständen. Zunächst einmal am Ausgleich kurz vor der Pause. Sören Gonther rannte unglücklich in die Hacken des sehr bemühten Erik Thommy – Elfmeter. Rouwen Hennings verwandelte sicher. „Der Ausgleich kurz vor der Pause war sehr wichtig für uns. Wenn Aue mit dem 1:0 in die Halbzeit geht, bekommen die nochmal richtig einen Schub“, sagte Hoffmann.

Der zweite Schachzug in Richtung Sieg war die Systemumstellung von einem 4-3-3 auf ein 4-4-2 zur Halbzeit. Dawid Kownacki rückte von der Außenbahn auf seine Lieblingsposition in den Sturm neben Hennings. Nana Ampomah kam für Kapitän Oliver Fink ins Spiel. Fortuna war von nun an klarer Herr im Hause – weiterhin aber ohne Torchancen am Stück herauszuspielen. „Wichtig ist dann, dass die Mannschaft ruhig bleibt. Das hat sie auch gemacht und am Ende durch den abgefälschten Schuss gewonnen“, sagte Funkel.

Kasim Adams war der Matchwinner, als er nach einer Ecke von Niko Gießelmann und einer Kownacki-Kopfballverlängerung in Richtung Tor schoss. Der Ball wurde unhaltbar von einem Auer ins Netz abgelenkt. „Entscheidend ist, dass wir im Achtelfinale stehen“, sagte Funkel. „Wen wir jetzt zugelost bekommen, ist mir eigentlich egal. Wichtig wäre, ein Heimspiel zu haben. Aber jetzt freuen wir uns ohnehin erstmal aufs Derby am Sonntag.“ Das Ligaspiel gegen Köln (15.30 Uhr) war direkt nach Schlusspfiff bei allen in den Köpfen – bei Verantwortlichen, Spielern und Fans, die dem Team direkt klarmachten, wie wichtig dieses Spiel am Wochenende für sie ist.