Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel stellt sich vor Niko Gießelmann

Nach Kritik : Friedhelm Funkel stellt sich vor Niko Gießelmann

Fortuna Düsseldorfs Trainer wird den Linksverteidiger auch im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag für die Startelf nominieren. Auch Angreifer Nana Ampomah ist ein Kandidat dafür.

Wenn Fortuna am Sonntag um 15.30 Uhr zum Spiel gegen den SC Freiburg aufläuft, wird sich am Kader nicht viel geändert haben. Für Oliver Fink, Markus Suttner und Marcel Sobottka kommt nach ihren Verletzungen ein Einsatz noch zu früh – und ohnehin sieht Trainer Friedhelm Funkel keinen großen Anlass zu Veränderungen. „Das Gesamtauftreten der Mannschaft ist positiv“, betont er. „Der Ertrag ist allerdings nicht so, wie wir uns das wünschen würden. Wir haben uns nicht ausreichend belohnt, mindestens ein, zwei Punkte liegenlassen.“

Besonders traf das auf die über­flüssige 1:2-Niederlage in Gladbach zu, wo Fortuna die Partie rund 65 Minuten lang beherrscht hatte. Der Kritik, die anschließend auf Linksverteidiger Niko Gießelmann einprasselte, über dessen Seite beide Treffer fielen, tritt Funkel allerdings entgegen. „Niko ist einer unserer zuverlässigsten Spieler der letzten zwei Jahre“, sagt er mit Nachdruck. „Sicher weiß ich, dass er einige Szenen besser verteidigen kann als zuletzt, aber ich habe null Zweifel an Nikos Qualitäten.“

Die Startelf wird dennoch anders aussehen als in Gladbach. „Wer mich ein bisschen kennt, der weiß die Antwort auf diese Frage“, sagt der Coach, als er auf eine Rückkehr von Rouwen Hennings angesprochen wird. Der 32-Jährige ist gesetzt und verdrängt damit wahrscheinlich Kenan Karaman. Auf den Flügeln ist Zugang Nana Ampomah wieder fit und ein Kandidat für die Anfangsformation. Gut möglich, dass Funkel gegen den Überraschungs-Vierten aus Freiburg auf ein 4-4-2-System mit Hennings und Dawid Kownacki in der Spitze setzt.

Doch ganz gleich, für welche Namen sich der 65-Jährige entscheidet: Ein brandgefährlicher Kontrahent sind die Freiburger allemal. „Beim Sportclub hat sich nicht allzuviel verändert, seit Christian Streich dort Trainer ist“, sagt Funkel und will das ausdrücklich als großes Kompliment verstanden wissen. „Die Mannschaft ist sehr variabel in ihrem System und außerordentlich laufstark.“ Sein Lob weitet der Düsseldorfer Coach auf den gesamten Verein aus: „In Freiburg ist immer Ruhe, da kommt keine Hektik auf. Da konzentriert man sich auf das, was wirklich wichtig ist: den Fußball.“ Ein Schelm, wer da zwischen den Zeilen einen Seitenhieb gegen die im Umfeld derzeit sehr unruhige Fortuna entdecken will.

Mit seinem Kollegen Streich versteht sich Funkel ohnehin bestens. „Christian leistet fantastische Arbeit“, betont der Fortune. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenkunft mit ihm.“ Auf einen gemeinsamen Kaffee beim Plausch vor dem Spiel, so Funkel, werde man allerdings verzichten: „Womöglich hieße es dann hinterher: Die sollen sich lieber auf das Spiel konzentrieren. Heute muss man ja leider schon Angst haben, wenn man mit einem Kollegen einen Kaffee trinkt.“ Widersprechen mag man Funkel da nicht.

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