Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel plant schon für die Bundesliga

Dank guter Bilanz : Funkel plant mit Fortuna für die Bundesliga

Friedhelm Funkel war am Sonntagabend in der Talkrunde „Sky90“ zu Gast. Der Trainer von Fortuna Düsseldorf geht nach dem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach fest vom Klassenerhalt seines Klubs aus.

Friedhelm Funkel wirkt gelöst, als er am Sonntagabend bei der Talkrunde „Sky90“ Platz nimmt. Und dazu hat der Trainer von Fortuna Düsseldorf auch allen Grund. Nach der tollen Vorstellung im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (3:1) scheint der Klassenerhalt zum Greifen nah. 14 Zähler trennen die Fortuna von dem Relegationsplatz, auf dem sich momentan der VfB Stuttgart befindet. „Wir können nun frühzeitig in eine Richtung planen, weil wir in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen“, sagt Funkel. Es ist eine Aussage, die er in dieser Endgültigkeit so zum ersten Mal trifft.

Doch dazu hat er auch allen Grund. Bei noch 21 zu vergebenen Punkten ist der Klassenerhalt der Fortuna nur noch auf dem Papier zu nehmen. Und dennoch gibt der 65-Jährige klare Ziele für die kommenden Partien aus. „Es gibt noch sieben Spiele, und wir wollen so viel Punkte wie möglich holen“, sagt er.

Auch so sollte noch genügend Zeit bleiben, um die momentane Hochphase zu genießen. „Das ist traumhaft. Es läuft einfach. Wir haben in der Kabine eine Stimmung, die nicht besser sein könnte“, sagt Funkel. „Das ist meine persönliche Champions League.“

Aber wieso läuft es so gut zwischen Funkel und seinen Spielern? Der Coach hat dafür eine einfache Erklärung. „Ich bin mit dem Alter gelassener geworden. Aber ich habe nie den Kontakt zu den jüngeren Spielern verloren.“ Auch sein Trainerteam nehme ihm viel Arbeit ab. „Ich lasse ihnen viele Freiheiten. Früher musste ich noch selber aufs Tor schießen und habe mir dabei Zerrungen zugezogen“, sagt Funkel.

Trotz seiner gelebten Gelassenheit fährt Funkel auch manchmal aus der Haut. So zum Beispiel bei der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg, als er mit Abwehrspieler Kaan Ayhan hart ins Gericht ging. Funkel ist sich aber auch nicht zu Schade, vor den Spielern eigene Fehler einzugestehen. „Kaan weiß selbst, dass er grottenschlecht gespielt hat. Aber es war nicht richtig, dass die Kritik so aus mir herausgebrochen ist. Das kann man dem Spieler auch sagen, ohne an Autorität zu verlieren“, sagt er.

An Autorität scheint der gebürtige Neusser bei seinen Spielern definitiv nicht verloren zu haben. Auch deshalb denkt Funkel noch lang nicht an Rente. „Fortuna ist definitiv meine letzte Station als Trainer“, sagt er zwar. „Aber ich habe ja nie gesagt, wann ich dort aufhören möchte. Ich will noch einige Zeit Trainer dieser Mannschaft bleiben.“

Mehr von RP ONLINE