Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel muss die Abwehr gegen 1899 Hoffenheim umbauen

Andre Hoffmann fehlt Fortuna gegen Hoffenheim: Funkels Umbaupläne

Am Samstag gastiert Hoffenheim in Düsseldorf. Fortuna-Trainer Funkel wird auch im dritten Ligaspiel wieder eine veränderte Abwehrreihe ins Rennen schicken. Der Ausfall von Andre Hoffmann kann auch die Chance für einen Offensivspieler werden.

Der Kopf spielt nicht mit. Am Donnerstag klagte Andre Hoffmann immer noch über Schwindelgefühle und konnte auch eine Woche nach seinem Zusammenprall noch nicht wieder ins Training einsteigen. „Andre wird ausfallen“ sagte Friedhelm Funkel mit Blick auf das Heimspiel am Samstag gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr). Für den Trainer heißt das, er wird aufgrund Hoffmanns Gehirnerschütterung auch im dritten Ligaspiel eine veränderte Abwehrformation ins Rennen schicken. Dabei bieten sich Funkel verschiedene Optionen, die auch Einfluss auf die offensiven Positionen haben können.

Das 1:1 in Leipzig diente eigentlich als Blaupause gegen Top-Gegner in der Fußball-Bundesliga – und als solchen schätzen Fortunas Verantwortliche die TSG Hoffenheim mit ihrem Trainer Julian Nagelsmann ein. Funkels 5-3-2 brachte eine nahezu perfekte Balance zwischen aufopferungsvoller Abwehrarbeit und kreativem Angriffsspiel auf den Rasen. „Nominell hatten wir zwar acht Defensive und nur zwei Offensive auf dem Platz. Und doch haben wir so offensiv gespielt wie selten“, hatte der Trainer nicht ohne Stolz festgestellt.

Vieles spricht dafür, auch gegen den Champions-League-Teilnehmer aus dem Kraichgau an dieser Formation festzuhalten. Dann gäbe es vor allem zwei Optionen bei der Suche nach dem fehlenden Nebenmann für die beiden gesetzten Innenverteidiger Kaan Ayhan und Marcin Kaminski. Die offensichtliche Variante ist Robin Bormuth, der sich mit einer guten Leistung im Testspiel gegen Drittligist KFC Uerdingen nicht nur aufgrund seines Tores indirekt um den Posten bewarb. Eine weitere Möglichkeit bietet Adam Bodzek. Der 33-jährige Routinier ist allerdings gerade erst von einem Rippenbruch genesen. Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass Funkel ihn direkt ins kalte Wasser schmeißen wird.

Viel eher dürfte ein Systemwechsel in Funkels engerer Auswahl sein: die Rückkehr zum 4-2-3-1 wie beim 1:2 gegen Augsburg oder ein 4-4-2. In dieser Formation würde die Viererkette wohl aus Niko Gießelmann, Kaminski, Ayhan und Matthias Zimmermann bestehen, der dann wieder den Rechtsverteidiger hinter Jean Zimmer geben würde. Spannend wäre, wer dann für Hoffmann ins Team rückt. Als gesetzt dürfte die Doppel-Sechs mit Marcel Sobottka und Alfredo Morales gelten. Auch an Rouwen Hennings im Sturm wird Funkel wohl festhalten. Entweder im Tandem mit Marvin Ducksch, der an Hennings’ Seite in Leipzig trotz fehlender Kaltschnäuzigkeit einen guten Eindruck hinterließ, oder als Stoßstürmer. Das würde dann für eine hängende Spitze, die Kevin Stöger geben könnte, sprechen.

So oder so wäre in einem System mit Viererkette der Platz im linken Mittelfeld frei. Und dort ist das Gedränge groß. Benito Raman durfte gegen Augsburg ran. Zwei Kandidaten brennen aber auf ihr Bundesligadebüt für Fortuna: Takashi Usami, der seinen Trainingsrückstand nach dem WM-Urlaub nach eigenem Bekunden aufgeholt hat. Und Dodi Lukebakio, der zuletzt für die belgische U21-Nationalmannschaft beim 4:0 gegen Malta mit einem Tor und zwei Vorlagen geglänzt hat.

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