Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel lässt sich alle Optionen offen

Fortuna vor dem Spiel bei Hertha BSC : Funkel rotiert schon wieder

Markus Suttner fällt aus, Kaan Ayhan und Dawid Kownacki sind für Fortunas Spiel bei Hertha BSC fraglich. Dafür kommt Marcel Sobottka zurück. Trainer Friedhelm Funkel wird seine Startelf somit wieder einmal umbauen.

Die Antwort kommt schnell, sie ist nicht patzig, aber bestimmt: „Nein“, sagt Friedhelm Funkel,  „bei mir reicht das nicht.“ Fortunas Trainer war gefragt worden, ob zwei Treffer oder drei Torvorlagen in einem Spiel nicht reichen würden, um in der kommenden Partie wieder einen Startplatz zu bekommen. Und so müssen auch Rouwen Hennings, Doppeltorschütze beim 3:1 gegen Mönchengladbach, und Benito Raman, dreifacher Assistgeber, bis zur abschließenden Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr, Olympiastadion) warten, ob sie denn erneut von Beginn an auflaufen dürfen. Es ist mittlerweile zu Funkels Markenzeichen geworden, keine Stammplätze zu vergeben – wobei es auch bei dieser Regel Ausnahmen gibt.

Funkel benutzt diese Rotationen, um die Spannung im Kader aufrechtzuerhalten. 27 Spiele sind in der Liga absolviert. Und erst ein einziges Mal hat der Coach in zwei aufeinanderfolgenden Spielen dieselbe Startelf aufgeboten. Das ist noch gar nicht so lange her: Anfang März sollte das gleiche Personal, das Schalke auf eigenem Platz mit 4:0 gedemütigt hatte, auch Eintracht Frankfurt im Heimspiel in die Schranken weisen. Dieser Plan hatte den Haken, dass der gut aufgelegte Dawid Kownacki bereits nach 19 Minuten den Rasen mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder verlassen musste. Das Spiel endete 0:3.

Mittlerweile ist der polnische Stürmer wiedergenesen. Ob es aber für die Startelf in Berlin reicht, ist aufgrund eines erfreulichen Ereignisses fraglich: Seine Freundin Alexandra bekam am Donnerstagabend das erste gemeinsame Baby. Der 22-Jährige weilt deshalb derzeit in Polen. Neben Kownacki ist auch der Einsatz von Abwehrchef Kaan Ayhan fraglich. Der Innenverteidiger hatte sich im Derby gegen Gladbach eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen. Zudem wird Markus Suttner (Adduktorenprobleme) sicher fehlen.

Erfreulich ist, dass Marcel Sobottka in den Kader zurückkehren wird. Denn Sobottka gilt als einer, der von Funkels Rotationsregel ausgenommen ist. Nur in großen Ausnahmefällen verzichtet Funkel freiwillig auf die Dienste des 24-Jährigen. Das sieht man daran, dass Sobottka auch nach seinen beiden langwierigen Verletzungen in dieser Saison (Patellasehnenreizung, Bänderriss) sofort wieder in die Startelf rückte – und das gegen niemand Geringeren als Dortmund und Schalke 04. Deshalb ist davon auszugehen, dass Sobottka auch in Berlin nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder an den Schalthebeln im Maschinenraum der Mannschaft stehen wird.

Besonders offen ist das Rennen stets um die Plätze in der Offensive. Dodi Lukebakio kehrt jedenfalls nach ausgestandener Gelbsperre wieder zurück in den Kader. „Marvin Ducksch wird demnächst auch wieder eine Option sein. Ob es schon für Hertha reicht, weiß ich noch nicht“, sagt Funkel, der seine Startelf immer am jeweiligen Gegner ausrichtet. Neben den fachlichen Einschätzungen seiner Co-Trainer Thomas Kleine und Axel Bellinghausen ist dabei vor allem auch die Meinung von Videoanalyst Philipp Grobelny maßgeblich, auf den Funkel große Stücke hält.

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