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Fortuna Düsseldorf: Florian Neuhaus verzückt Max Eberl und Friedhelm Funkel

Fortuna Düsseldorf : Neuhaus verzückt Eberl und Funkel

Wenn das 2:2 zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig einen Gewinner hatte, dann Florian Neuhaus. Die Leihgabe von Borussia Mönchengladbach wurde früher eingewechselt, als eigentlich geplant war. Und dann sicherte der 20-Jährige auch noch den Punkt.

Max Eberl strahlte über beide Ohren, als er am Montagabend bei RTL Nitro nach Florian Neuhaus gefragt wurde: "Gott sei Dank läuft die Wechselperiode noch bis zum 31. August, dann kann man ihn ja noch zurückholen", sagte der Manager von Borussia Mönchengladbach zum Auftritt des 20-Jährigen gegen Braunschweig. Neuhaus, das vielversprechende Talent, hatte Fortuna mit seinem Treffer zum 2:2 gerade einen Punkt zum Auftakt gerettet. Besser kann man kaum in eine Saison starten, in die man von einem Bundesligisten geschickt wird, um sich weiterzuentwickeln.

U20-Nationalspieler Neuhaus hat in Gladbach einen Vertrag über fünf Jahre unterschrieben. Er kam ablösefrei von Zweitliga-Absteiger 1860 München. Ein Glücksfall für Eberl und Co., der keine Sekunde über die Verpflichtung nachdenken musste, wie er erzählte. Und die Düsseldorfer dürfen sich ebenfalls glücklich schätzen.

Funkel und Schäfer loben Neuhaus

Der hochveranlagte Neuhaus passt perfekt in Fortunas Anforderungsprofil. "Natürlich habe ich die Fortuna in den letzten Jahren verfolgt. Dabei ist mir nicht verborgen geblieben, dass man sich hier als junger Spieler hervorragend entwickeln kann", sagte Neuhaus, als die Leihe feststand. Innenverteidiger-Talent Gökhan Gül nannte im Winter denselben Grund für seinen Wechsel aus Bochum an den Rhein.

"Fortuna hat Mut bewiesen"

Am Montagabend, als Neuhaus gerade vom Rasen der Esprit-Arena kam, hörte sich das dann so an: "Für mich persönlich hätte es schlechter laufen können — es gibt nichts schöneres, als gleich im ersten Spiel vor heimischen Fans ein Tor zu schießen. Als ich ins Spiel kam, war ich schnell drin im Geschehen. Klar waren da noch einige Fehler bei, die ich abstellen muss. Mit dem Tor habe ich mich ein Stück weit selbst belohnt." Er ergänzte: "Ich hätte mir lieber die drei Punkte gewünscht, dann wäre es ein Traumstart gewesen."

Neuhaus war überraschend früh in die Partie gekommen, weil Kapitän Oliver Fink nach 39 Minuten mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. Und der Youngster riss die Begegnung an sich, zeigte im Aufbauspiel Übersicht — und guckte beim 2:2 abgezockt Braunschweig-Torhüter Jasmin Fejzic aus.

Für Funkel kam das nicht überraschend. Der Trainer sagte vor dem Sky-Mikrofon: "Er hat schon in der Vorbereitung richtig gute Akzente gesetzt. Ich war mir da schon sicher, dass er in dieser Saison viele Spiele für uns machen wird." Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer meinte: "Es ist top, dass er mit einem Tor seinen Einstand gegeben hat."

Glücklich machte Neuhaus übrigens auch ein Familienmitglied: "Mein kleiner Bruder Niklas hat mein Trikot bekommen. Das hat er sich nach der langen Zugfahrt aus München verdient", sagte der Mittelfeldmann auf Fortunas Homepage.

Auch Gießelmann überzeugt, Nielsen sorgt für Schwung

In Abwehrspieler Niko Gießelmann, den unserer Leser zum "Spieler des Spiels" wählten, trumpfte ein weiterer Neuer auf. Der 25-Jährige bereitete das 1:0 von Marcel Sobottka sehenswert vor, indem er auf der linken Seite gleich zwei Gegenspieler tunnelte. Gießelmann war ein Aktivposten. Genau wie Stürmer Havard Nielsen nach seiner Einwechslung. Auch Emir Kujovic bekam im Angriff noch ein paar Minuten — und sorgte im Strafraum der Gäste für Unruhe.

Die Zugänge zeigten, dass sie bereits eine Hilfe sind, obwohl Funkel vor dem Auftakt erklärte: "Die neuen Spieler werden natürlich noch Zeit brauchen, um sich in die Gruppe einzufinden, manche haben ja zuletzt keinen Rhythmus gehabt. Wir müssen Geduld mit ihnen und der Mannschaft haben."

Es sieht so aus, als könnte die Integration ein wenig schneller gehen als gedacht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Debütant Neuhaus sichert das 2:2

(jado)