Fortuna Düsseldorf: Florian Neuhaus trifft mit Borussia auf seinen alten Verein

Rheinderby in Gladbach : Fortuna feiert Wiedersehen mit Florian Neuhaus

Fortuna spielt am Wochenende bei Borussia Mönchengladbach. Dann gibt es ein Wiedersehen mit Florian Neuhaus, der sich gerne an Düsseldorf erinnert.

Florian Neuhaus gehörte in der vergangenen Saison zu den großen Aufstiegshelden der Fortuna. Am Sonntag (15.30 Uhr) spielt der Mittelfeldakteur im Dress von Borussia Mönchengladbach nun erstmals gegen seine Kameraden aus der vergangenen Saison - und kann Düsseldorfs Krise weiter verschärfen. Spätestens seit seinen glänzenden Auftritten mit Borussia in der Bundesliga weiß Fußball-Deutschland, warum Friedhelm Funkel den Youngster unbedingt halten wollte. Der Fortuna-Trainer ist Neuhaus-Fan, schwärmt in den höchsten Tönen über die Qualitäten seines früheren Schützlings.

„Er hat keine Angst, fordert die Bälle und hat den unbedingten Willen, es zu schaffen“, sagt Funkel. Und zudem bringe der 21-Jährige etwas ins Gladbacher Spiel, das seine Mannschaft während der vergangenen Partien, die allesamt verloren gingen, sehr vermisst: „Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus“, so der Coach. „Wir hatten aber keine Chance, ihn zu behalten.“ Gladbachs Manager Max Eberl und Trainer Dieter Hecking hätten ihm sofort klargemacht, dass der Spieler nach der Leihe zurück zur Borussia müsse.

Vor zwei Jahren hatten die Gladbacher Neuhaus vom TSV 1860 München geholt und ihn sofort für eine Saison an Fortuna ausgeliehen. „Die Ausleihe hat für alle Seiten perfekt geklappt. Es war ja von Anfang an so geplant, als ich bei Borussia unterschrieben habe“, sagt Neuhaus, der mit sechs Treffern, drei Torvorlagen und seiner unbändigen Spielfreude großen Anteil am Gewinn der Zweitligameisterschaft der Düsseldorfer hatte.

„Die Düsseldorfer haben sich wahnsinnig auf mich gefreut, weil ich auch eine Komponente in ihr Spiel gebracht habe, die vorher nicht vorhanden war“, sagt Neuhaus. „Das hat gut gepasst, ich habe mich wohlgefühlt und konnte der Mannschaft und dem Verein viel geben. Aber der Verein konnte mir auch viel geben, hat mir viel Vertrauen geschenkt, viel Spielzeit, das hat einfach gepasst.“ Dass er in Düsseldorf als Achter oder Zehner und kreativer Geist direkt so viel Spielzeit bekommen habe und mit Fortuna aufstieg, sei natürlich super gewesen, sagt der Spieler. „Meine Zukunft sehe ich aber in Mönchengladbach.“

Er habe in Düsseldorf viel mitgenommen. Man sage nicht umsonst „Stahlbad Zweite Liga“. „Das trifft sicher voll zu. Ich habe das genutzt und Vieles angenommen, um daraus zu lernen. Düsseldorf war auf jeden Fall eine wichtige Station in meiner Karriere.“ Lobend äußert sich der Akteur über seinen früheren Coach. „Wir hatten in Düsseldorf letztes Jahr eine wahnsinnig gute Stimmung gepaart mit einer hohen Qualität für die Zweite Liga. Das war auch nicht einfach zu handhaben, weil dann teilweise auch Spieler mit guten Leistungen auf der Bank saßen.“ Es sei nicht einfach, einem Spieler nach guten Leistungen dann sagen zu müssen, dass er mal nicht spiele.

Seine Verbundenheit zur Fortuna hat Neuhaus auch in dieser Saison schon bewiesen. Wenn es die Zeit erlaubt, dann schaut der gebürtige Bayer sich die Partien der Düsseldorfer auf der Tribüne an. Und auch auf dem Trainingsgelände im Arena-Sportpark war er schon, um seine früheren Kollegen zu besuchen. „Schon als Kind wollte ich in der Bundesliga spielen. Es macht mich stolz, jetzt selbst da auflaufen zu können“, sagte er.

Bei seiner Heimpremiere im Fohlen-Stall, seinem allerersten Aufritt in Liga eins überhaupt, zählte Neuhaus im Mittelfeld zu den besten Akteuren auf dem Platz. Ebenso an den folgenden Spieltagen. Nun hofffen die Fortuna-Fans, dass er am Sonntag nicht noch einmal so einen Sahnetag erwischt.

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