Fortuna Düsseldorf: Fehlschuss von Dodi Lukebakio ist der Knackpunkt im Spiel gegen 1. FSV Mainz 05

Fortuna verliert 1:3 im Mainz : Lukebakios Fehlschuss ist der Knackpunkt

Dodi Lukebakio macht beim 1:3 in Mainz sein zehntes Saisontor, doch er vergibt auch einen Elfmeter. Das ärgert die Fortunen aber nicht so sehr wie der Mainzer Konter zum 1:2.

Ein lautes Klatschen und der Ball rollt Richtung Außenlinie. Dodi Lukebakio schlägt sich die Hände vors Gesicht. Sein Elfmeterschuss an den Außenpfosten ist schließlich der Knackpunkt bei Fortunas 1:3 beim FSV Mainz 05. „Es tut mir leid für die Mannschaft, weil ich weiß, dass ich ihr mit diesem Tor hätte helfen können“, sagt Lukebakio. „Aber so ist das eben als Stürmer.“ Von seinen Mannschaftskameraden gibt es aber ohnehin unisono nur eine Aussage: „Kein Vorwurf an Dodi.“

Als der Ball ans Aluminium klatscht, ist knapp eine Stunde gespielt in der prallen Sonne am Ostersamstag. „Das war mit der Hitze schon heftig heute“, betont Alfredo Morales nach der Partie. Trotzdem ist über die gesamte Spielzeit zu erkennen: Fortuna möchte das Spiel gewinnen, schenkt die Saison nach dem bereits feststehenden Klassenerhalt keineswegs ab. „Es war eine absolut ordentliche Leistung. Die Jungs waren voll im Spiel“, sagt Trainer Friedhelm Funkel.

Dass es am Ende zu nichts Zählbarem reicht, liegt an der fehlenden Präzision im Düsseldorfer Angriffsspiel, die ihren Höhepunkt in Lukebakios Fehlschuss aus elf Metern findet. Nach dem Anpfiff hatten die Mainzer nur 36 Sekunden gebraucht, um in Führung zu gehen. Marcin Kaminski war der Ball in der Entstehung des 0:1 einfach durchgerutscht. „Das sollte nicht passieren, passiert aber einfach mal“, sagt Morales. „Wichtig war die Reaktion darauf.“

Fortuna fügt sich nach zehn Minuten Anlaufzeit nicht etwa ihrem Schicksal, sondern schlägt durch Lukebakio zurück. Sein Ausgleichstor nach Vorarbeit durch Benito Raman und Dawid Kownacki ist sein zehnter Saisontreffer. Damit ist der Belgier der erste Fortune seit Klaus Allofs 1991, der in einer Bundesligasaison zweistellig trifft. Als Lukebakio mit diesem Fakt konfrontiert wird, nimmt er das zwar zur Kenntnis, denkt aber sofort wieder an den verschossenen Elfmeter: „Tja es hätten jetzt auch schon elf Treffer sein können.“

Was nach Lukebakios Fehlschuss kommt, ärgert dann Trainer wie Spieler gleichermaßen. „Es darf nicht passieren, dass wir aus einem eigenen Einwurf in der gegnerischen Hälfte das 1:2 kassieren“, sagt Andre Hoffmann, der im defensiven Mittelfeld agierte. „Da werden wir auswärts ausgekontert. Das ist schlecht von uns.“

Das Tor von Karim Onisiwo ist der vorentscheidende Schlag in einem Spiel, das durchweg unterhaltsam ist. Dafür spricht auch das Torschussverhältnis von 21:16. Jean-Philippe Mateta, der schon das 1:0 erzielt hatte, setzt nach einem Konter den Schlusspunkt.

Für Mainz ist das 3:1 der entscheidende Schritt zum Klassenerhalt. Und so singen schließlich beide Fanlager „Nie mehr zweite Liga“. Bei der Pressekonferenz zollt Funkel seinem Gegenüber Sandro Schwarz und dem Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder großen Respekt: „Mainz ist eine Art Vorbild für mich. Wie hier gearbeitet wird, das ist à la bonne heure“, sagt Fortunas Coach, nicht ohne doch noch eine freundschaftliche Spitze in Richtung Schwarz loszuwerden: „Ich freue mich, dass wir uns nächste Saison wieder zwei Mal sehen werden. Aber, das verspreche ich dir, da holst du keine sechs Punkte.“ Mainz hatte auch das Hinspiel mit 1:0 für sich entscheiden können.

(erer)
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