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Fortuna Düsseldorf: Fans trotzen Corona-Virus

Keine Angst vor dem Virus : Fortunas Fans trotzen Corona

Während in der Italien und in der Schweiz Spieltage abgesagt werden oder ohne Zuschauer stattfinden, rollt der Ball in der Bundesliga. Am Freitag strömen die Massen in die Düsseldorfer Arena – ohne Angst vor dem Corona-Virus.

In anderen Ländern werden Großveranstaltungen aus Vorsicht vor einer Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt, in Deutschland bleibt vorerst alles beim Alten. So rollt auch der Ball in der Fußball-Bundesliga. Am Freitag startet der 24. Spieltag mit dem Duell zwischen Fortuna und Hertha BSC (20.30 Uhr).

Fortunas Fans trotzen Corona

Vor der Begegnung wurden besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Der städtische Arena-Betreiber D.Live ließ die Vorreinigung des Stadions gründlicher durchführen. Unter anderem Türklinken und Aufzugknöpfe wurden speziell gereinigt.

Zudem wurden Hinweisschilder angebracht, auf denen steht, dass die Besucher darauf achten sollen, sich häufiger die Hände zu waschen und noch mehr auf Hygiene zu achten. Es wurden auch Desinfektionsspender bestellt, die aber nicht mehr rechtzeitig für das Spiel am Abend geliefert werden konnten. Sie werden erst bei der Partie gegen Paderborn in zwei Wochen zum Einsatz kommen.

„Generell gilt, dass unser Personal mit mehr Aufmerksamkeit, mehr Fokus und mit intensiverem Handeln im Notfall zu Werke gehen wird", sagte D.Live-Geschäftsführer Michael Brill auf Anfrage unserer Redaktion.

Das DRK hatte auch angeboten, dass der Sanitätsdienst aktiv auf Menschen mit Grippesymptomen zugehen könne und diese in die Unfallhilfestelle im Stadion zu bitten. Von einer Umsetzung dieser Maßnahme sah D.Live aber ab.

Bei einer Umfrage einger Zuschauer auf dem Weg ins Stadion, ergab sich ein einheitliches Bild: Angst vor dem Virus sei kein Argument, dem Spiel fernzubleiben. „Ich bin ein fitter Mensch ohne Vorerkrankung. Also glaube ich, dass mir heute nichts passieren wird“, sagte Claudia Thomas aus Düsseldorf. „Ich finde, es sind sicherlich gewisse Vorkehrungen zu treffen, aber die Hysterie, die sich ausbreitet, finde ich mehr als übertrieben.“

Ins gleiche Horn stieß Bastian Hesse aus Monheim: „Ich gehe ins Stadion, weil man sich den Virus überall einfangen kann. Man hätte dann auch an Karneval nicht weggehen dürfen, oder in die Kneipe gehen. Zu Hause einsperren, ist nicht so meine Art und Weise.“

Einig waren sich alle befragten Besucher auch in einem anderen Punkt: Am wichtigsten sind am Freitagabend drei Punkte für Fortuna.