1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: F95 verliert in wilder Partie gegen Heidenheim

Zu wenig für den Aufstieg : Fortuna verliert wilde Partie in Heidenheim

Fortuna Düsseldorf hat nach einer schwachen ersten Halbzeit gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:3 verloren. Eine Besserung in der zweiten Hälfte reichte schlussendlich nicht aus. Damit fallen die Düsseldorfer in der Tabelle weiter zurück.

Am Morgen vor der Partie ging es für Fortuna hoch hinaus. Während eines Spazierganges schauten sich die Fortunen von einem Plateau aus die kleine Stadt Heidenheim an. Natürlich konnte man von dort aus auch die Voith-Arena sehen. Dorthin sollte es für den Tross wenige Stunden später gehen. Und auch dort wollte Fortuna natürlich hoch hinaus. Nämlich näher in Richtung der Aufstiegsränge.

Dieses Vorhaben ging aber zumindest in der ersten Hälfte ziemlich in die Hose. Nach einer viel besseren zweiten Halbzeit konnte Fortuna diesen Makel auch nicht mehr wettmachen. Die sieben Zähler Rückstand, die man bereits vor der Partie an der Ostalb aufzuholen hatte, konnten so nicht minimiert werden. Fortuna verlor gegen engagierte Heidenheimer mit 2:3 (0:1).

Hinterfragen müssen sich die Rheinländer, was in den ersten 45 Minuten schief lief. Denn dort ließ man einfach zu viel vermissen. Man entwickelte als Zuschauer nicht unbedingt das Gefühl, dass dort eine Mannschaft auf dem Platz stand, die diesen Sieg unbedingt wollte. Von dem couragierten Auftritt gegen Hannover eine Woche zuvor war kaum noch etwas zu erkennen.

Torschüsse waren Mangelware, hochkarätige Chancen überhaupt nicht vorhanden. Fortuna wollte den Gastgebern das Spiel überlassen und aus einer kompakten Defensive heraus Nadelstiche und Konter setzen. Ein netter Gedanke, es misslang jedoch völlig, weil die Düsseldorfer es nicht schafften, die eklatant hohe Anzahl an Ballverlusten abzustellen.

Und sie schafften es eben in einer wichtigen Situation auch nicht, die Kompaktheit in der Defensive zu wahren. Nach einem Einwurf ließ sich Andre Hoffmann, der an diesem Tag seinen 28. Geburtstag feierte, von Tim Kleindienst rausziehen und verlor den Zweikampf. Dadurch entstand eine Lücke in der Hintermannschaft, die die Heidenheimer auszunutzen wussten – auch weil Adam Bodzek und Marcel Sobottka die Mitte nicht geschlossen bekamen. Konstantin Kerschbaumer bediente schließlich Kevin Sessa, der von Linksverteidiger Leonardo Koutris nur unzureichend gedeckt wurde. Der 20-Jährige verwandelte trocken ins lange Eck (20.).

In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Rheinländer gefälliger im Spiel nach vorn. Trainer Uwe Rösler brachte Kristoffer Peterson für den völlig abgemeldeten Edgar Prib. Das belebte das Flügelspiel enorm. Neben Peterson kam bereits Thomas Pledl nach einer guten halben Stunde für den verletzten Felix Klaus in die Partie. Dieser war es auch, der in der 63. Minute Matthias Zimmermann auf die Reise schickte, welcher anschließend mustergültig den im Rückraum lauernden Marcel Sobottka bediente. Der 26-Jährige jagte den Ball, noch abgefälscht von Oliver Hüsing, zum Ausgleich in die Maschen.

Der Torschütze war es auch, der wenig später unfreiwillig zum Pechvogel wurde, indem er Kleindienst bei einem Klärungsversuch den Ball mustergültig in den Lauf spielte. Der Heidenheimer Stürmer profitierte davon und schob aus 15 Metern flach und platziert ein (72.). Doch der Spielstand sollte nicht lange Bestand haben. Pledl bediente nur vier Minuten später Peterson, der ziemlich frei aus 14 Metern abschloss. Heidenheims Torhüter Kevin Müller konnte den Ball nicht festhalten und bugsierte sich die Kugel dadurch irgendwie selbst ins Tor.

Die Partie wurde plötzlich wild, beide Teams drängten auf den Siegtreffer. Kleindienst war es schließlich, der einen Konzentrationsfehler der Defensive unter anderem vom sonst starken Kevin Danso ausnutzte und mit seinem Doppelpack das Spiel kurz vor Schluss entschied (83.).

Damit bleibt Fortuna bei 36 Zählern stehen, konnte den Abstand auf die Aufstiegsränge nicht verkürzen. Am kommenden Sonntag empfangen die Düsseldorfer den 1. FC Nürnberg in der heimischen Arena.

Statistik:

Heidenheim: Kevin Müller - Rittmüller (59. Busch), Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Schöppner - Sessa (71. Schnatterer), Kerschbaumer (59. Pick) - Thomalla - Kleindienst, Kühlwetter (81. Schimmer). - Trainer: Schmidt

Düsseldorf: Kastenmeier - Matthias Zimmermann, Andre Hoffmann, Danso, Koutris (84. Krajnc) - Bodzek, Sobottka - Klaus (31. Pledl), Prib (46. Peterson) - Hennings, Karaman. - Trainer: Rösler

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen)

Tore: 1:0 Sessa (20.), 1:1 Sobottka (63.), 2:1 Kleindienst (72.), 2:2 Peterson (76.), 3:2 Kleindienst (83.)

Zuschauer: keine

Beste Spieler: Mainka, Sessa - Danso, Pledl

Gelbe Karten: Hüsing (5) - Peterson (3)

Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre):

Torschüsse: 9:17

Ecken: 4:6

Ballbesitz: 46:54 %

Zweikämpfe: 98:126

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortuna – Heidenheim: die Bilder des Spiels