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Fortuna Düsseldorf: F95 kommt in hitziger Partie gegen Fürth nicht über Remis hinaus​

Nach Elfmeter und Videobeweis : Fortuna kommt in hitziger Partie nicht über Remis hinaus

Fortuna Düsseldorf hat auch das zweite Spiel in Folge nicht gewinnen können. Nach der Niederlage in Sandhausen musste sich die Elf von Trainer Daniel Thioune gegen Greuther Fürth mit einem Remis begnügen. Schiedsrichter Tobias Reichel rückte in einer hitzigen Partie in den Fokus.

Nach der Niederlage gegen den SV Sandhausen wollte die Elf von Trainer Daniel Thioune am Sonntagmittag gegen Greuther Fürth vor eigenem Publikum Wiedergutmachung betreiben. Gegen den Absteiger sollte es schlussendlich vor 23.861 Zuschauer aber nicht zu einem Sieg reichen. In einer hitzigen Partie trennte sich die beiden Klubs 2:2.

Wer nach der ersten halben Stunde einen müden Sommerkick zwischen Fortuna und Fürth erwartete, sah sich spätestens nach 33 Minuten getäuscht. Durch den Elfmeter, den die Düsseldorfer nach einem Foul an Rouwen Hennings zugesprochen bekamen, veränderte sich komplett die Atmosphäre der Partie. Plötzlich wurde es so richtig hitzig. Und das tat dem spielerischen Element Fortunas überhaupt nicht gut.

Doch zurück zur 33. Minute: Hennings trat als Gefoulter selbst an – und vergab durch einen laschen Schuss in die Mitte ziemlich kläglich. Der gegnerische Torhüter Andreas Linde hielt den Ball mit den Füßen und bekam dann im Nachsetzen das Knie von Hennings ins Gesicht. Der Angreifer traf damit zwar im zweiten Anlauf zur Führung, Schiedsrichter Tobias Reichel unterbrach die Begegnung aber sofort und entschied auf Stürmerfoul – die richtige Entscheidung.

Nur wenige Minuten später dann Aufregung auf der anderen Seite: Florian Kastenmeier legte sich den Ball zu weit vor, sodass Ragnar Ache ihn wegspitzeln konnte. Beide gingen im Anschluss zu Boden und versuchten, erneut an die Kugel zu kommen. Tobias Raschl war es schließlich, der den Ball als Nutznießer ins leere Tor schießen konnte. Doch auch hier erkannte der Referee den Treffer ab, Ache behinderte auf dem Boden liegend Kastenmeier – auch hier wieder die richtige Entscheidung.

Plötzlich waren Spieler und Zuschauer aber nicht nur wegen der Temperaturen aufgehitzt. Als Branimir Hrgota dann nach einem schlechten Befreiungsschlag von Jordy de Wijs von Julian Green mustergültig in Szene gesetzt wurde und überlegt per Lupfer zur endgültigen Fürther Führung vollendete, wurde auch noch der Spielverlauf auf den Kopf gestellt – den bis dahin hatte Fortuna klare Feldvorteile.

In der zweiten Hälfte brauchten die Gastgeber etwas, um sich von diesem Schock kurz vor der Pause zu erholen. Was es manchmal dafür bedarf, um wieder zurück ins Spiel zu kommen, sind Standardsituationen. So auch in der 63. Minute, als Shinta Appelkamp eine mustergültige Freistoß-Hereingabe aus dem Halbfeld in den Strafraum schlug, und Kapitän Andre Hoffmann zum Ausgleich einköpfte. Schiedsrichter Reichel erkannte zwar eine Abseitsposition, wurde aber vom Videoassistenten überstimmt. Das Tor zählte.

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Und der Ausgleich sollte Fortuna kurzfristig beflügeln. Nur wenige Minuten später konnte Dawid Kownacki die Düsseldorfer nach einem Eckball in Führung bringen. Für den Polen war es bereits das zweite Saisontor. Wer nun aber dachte, dass Fortuna das Spiel nun souverän herunter spielen würde, sah sich bereits zwei Minuten später eines Besseren belehrt. Während einer recht undurchsichtigen Situation im eigenen Strafraum brachte de Wijs seinen Gegenspieler zu Fall. Wieder meldete sich der VAR, wieder revidierte Reichel seine Entscheidung und zeigte nachträglich auf den Punkt. Hrgota blieb ganz cool und vollendete zum 2:2 (78.). Bei diesem Resultat sollte es auch bleiben.

Am kommenden Samstag geht es für Fortuna bereits weiter. Dann gastiert die Elf von Thioune zum Topspiel des Spieltags bei Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger konnte in den vergangenen vier Spielen noch kein einziges Tor erzielen und befindet sich damit mit null Zählern auf dem letzten Rang der Zweitliga-Tabelle.

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