„Kann nicht sofort alles auf links drehen“ Darum ist Ex-Fortuna-Sportvorstand Pfannenstiel nach Messi-Wechsel skeptisch

St. Louis/Miami/Düsseldorf · In Düsseldorf hat er damals um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten, kurz darauf wurde er Sportvorstand bei St. Louis City. Nun ist Lutz Pfannenstiel kein Geringerer als Lionel Messi in die nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLS gefolgt. Was er zu dem Transfer sagt.

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Foto: Moritz Mueller

Seit vergangenem Samstag ist die nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLS die sportliche Heimat eines Weltstars – und mittendrin: ein ehemaliger Fortune. Während Weltmeister Lionel Messi am Wochenende einen bis 2025 gültigen Vertrag bei Inter Miami, dem Verein um Miteigentümer David Beckham, unterschrieben hat, ist Lutz Pfannenstiel seit drei Jahren als Sportvorstand für St. Louis City tätig. In selber Funktion arbeitete Letzterer zuvor in Düsseldorf.

Für Messi werden die Spiele in der MLS laut Pfannenstiel allerdings kein Spaziergang. „Messi wird der Mannschaft natürlich helfen, allerdings kann auch er nicht in ein, zwei Tagen sofort alles auf links drehen. Man hat es ja in Paris gesehen, es braucht etwas Zeit“, sagte der ehemalige Torhüter dem Fachmagazin „Kicker“.

„Die Spielweise der MLS wird eine Umstellung für ihn“, begründete Pfannenstiel seine Meinung: „Die MLS ist eine der athletischsten Ligen der Welt, das macht man nicht mal eben im Vorbeigehen.“ Der Großteil der etwas älteren Topstars wie Wayne Rooney oder Frank Lampard habe nach dem Wechsel Eingewöhnungsprobleme gehabt.

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Den Messi-Effekt spürt Pfannenstiel auch in St. Louis, wo unter anderem Roman Bürki (ehemals Borussia Dortmund) und Eduard Löwen (1. FC Nürnberg und Hertha BSC) unter Vertrag stehen. „Einen Tag nach der Verpflichtung haben wir hier schon Kinder mit rosa Miami-Trikots und Messi hintendrauf gesehen. Es ist ein Zeichen des Aufbruchs“, sagte der 50-Jährige. Messi sei „ein Leuchtturm“ und Vorbild „für Zigtausende von Kids, die sich nun in den Vereinen anmelden. Er hebt unseren Sport auf ein ganz neues Level in den USA, weil er auch in die Breite wirkt“.

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Foto: pictureshooting.AT/Albert Mikovits/Albert Mikovits

Pfannenstiel, der in St. Louis dabei geholfen hatte, den Klub vom Reißbrett auf den Rasen zu bringen, war 2018 von der TSG Hoffenheim als Sportvorstand zu Fortuna gewechselt. Zwei Jahre später hatte er den Aufsichtsrat um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten – nach eigenem Bekunden ausschließlich aus privaten Gründen. Der ursprüngliche Kontrakt wäre noch bis Sommer 2021 gelaufen. Kostenpflichtiger Inhalt Mit seinem Nachfolger Uwe Klein hatte er sich später eine öffentliche Schlammschlacht geliefert.

(td/SID)
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