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Fortuna Düsseldorf: Es gibt gespenstische Parallelen zum Abstiegsjahr 1999

Gespenstische Parallelen : Warum Fortuna ein Murmeltier-Alarm droht

Die Saison ist noch lange nicht vorbei, so manche Fehlentwicklung bei Fortuna lässt sich noch korrigieren. Dennoch ist es erstaunlich, wie viele Parallelen die aktuelle Saison mit einer Zeit hat, auf die Fortuna-Fans nicht gern zurückblicken. Was unser Archiv so alles verrät.

Dunkle Wolken über dem Flinger Broich. Der Jahrmarkt der Eitelkeiten ist eröffnet. Nicht wenige Fortuna-Fans stellen sich längst die Frage, ob sie die aktuellen Geschehnisse nicht schon einmal durchleben mussten. Steht Fortuna Düsseldorf vor einem bitteren Déjà vu? Etliche Parallelen erinnern an eine Zeit, die man glaubte, für immer hinter sich gelassen zu haben.

 Rückblende: Januar 1999. Fortuna taumelt dem Tabellenende der Zweiten Liga entgegen. Mit nur einem Sieg präsentiert sich der Traditionsverein in der Hinrunde äußerst heimschwach. Der junge, unerfahrene Trainer Klaus Allofs findet nicht den richtigen Draht zu seiner Mannschaft. Dazu gesellt sich ein nicht endendes Verletzungspech.

So bleibt Jörg Bach nach einem Horrorcrash im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers regungslos liegen und kommt ins Krankenhaus. Nicht das einzige Mal, dass der Abwehrchef längere Zeit ausfällt. Zudem hat Fortuna mit ihren Verpflichtungen nicht immer ein glückliches Händchen. So ist der ausgeliehene rumänische Mittelfeldspieler Ionel Pirvu nicht die erhoffte Verstärkung.

Einziger Lichtblick ist ein Mann, dessen Familie afrikanische Wurzeln hat: Daniel Addo. Junge, hoffnungsvolle Nachwuchskräfte wie Daniel Cartus oder Ganiyu Shittu zeigen gute Ansätze, kommen aber nicht richtig in Tritt. Der in die Jahre gekommene Stürmer Marek Lesniak gibt stets alles, doch aus dem Mittelfeld fehlt die nötige Unterstützung und an seiner Treffsicherheit nagt der Zahn der Zeit. Präsident Reinhard W. Ottens hat bereits im Spätsommer unvermittelt das Handtuch geworfen und verlässt den Klub.

Fortuna befindet sich ungebremst auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Es folgten sportlich und wirtschaftlich düstere Jahre.

Die Gegenwart: Januar 2022. Fortuna taumelt dem Tabellenende der Zweiten Liga entgegen. Mit nur einem Sieg präsentiert sich der Traditionsverein in der Hinrunde äußerst heimschwach. Der junge, unerfahrene Trainer Christian Preußer findet nicht den richtigen Draht zu seiner Mannschaft. Dazu gesellt sich eine nicht enden wollende Pandemie.

Andre Hoffmann bleibt nach einem Horrorcrash im Spiel gegen Hannover 96 regungslos liegen und kommt ins Krankenhaus. Nicht das einzige Mal, dass der Abwehrchef längere Zeit ausfällt. Zudem hat Fortuna mit ihren Verpflichtungen nicht immer ein glückliches Händchen. So ist der ausgeliehene rumänische Mittelfeldspieler Dragos Nedelcu noch nicht die erhoffte Verstärkung.

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    Rauswurf am 52. Geburtstag : Wie Fortuna erneut jedes Taktgefühl vermissen lässt

Einziger Lichtblick ist ein Mann, dessen Familie afrikanische Wurzeln hat: Khaled Narey. Junge, hoffnungsvolle Nachwuchskräfte wie Shinta Appelkamp oder Emmanuel Iyoha zeigen gute Ansätze, kommen aber nicht richtig in Tritt. Der in die Jahre gekommene Stürmer Rouwen Hennings gibt stets alles, doch aus dem Mittelfeld fehlt die nötige Unterstützung, und an seiner Treffsicherheit nagt der Zahn der Zeit. Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann kündigt unvermittelt an, dass Handtuch zu werfen und Fortuna zum Vertragsende zu verlassen.

Befindet sich Fortuna etwa erneut ungebremst auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit? Drohen ein zweites Mal sportlich und wirtschaftlich düstere Jahre?

 Noch ist es Zeit, einen erneuten Super-GAU abzuwenden. Doch die Uhr tickt unaufhaltsam, und die Zündschnur wird kürzer. Alle müssen jetzt zusammenrücken, um das Horror-Szenario abzuwenden. Sollte man in Düsseldorf die Augen verschließen und zu spät die richtigen Schlüsse ziehen, droht Murmeltier-Alarm am Rhein.