Fortuna Düsseldorf: Erster Profivertrag für Jannick Theißen

Theißen soll ausgeliehen werden : Fortunas Plan mit den Torhütern

Jannick Theißen bekommt einen Profivertrag und soll dann verliehen werden, Michael Rensing wird verlängern. Zwei neue Keeper sollen noch kommen. Bei Raphael Wolf und Tim Wiesner ist die Zukunft ungewiss.

Nur ein Mal spielte Jannick Theißen in der vergangenen Saison in der Regionalliga für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. Nicht viel. Deshalb wechselte er zur Fortuna, sollte dort als Nummer eins für die „Zwote“ auflaufen. Doch das Verletzungspech seiner Kollegen brachte ihn gar mehrfach auf die Bank in der Bundesliga. Und da der 21-Jährige auch im Training überzeugte, unterschrieb Theißen nun einen Profivertrag bis 2021. Das ist aber nur der Anfang. Das Torhüterkarussell bei Fortuna beginnt gerade erst, sich zu drehen.

„Jannick Theißen ist ein junger Keeper mit großem Potential. Er hat in dieser Saison gezeigt, dass man sich auf ihn verlassen kann. Somit hat er sich seinen ersten Profivertrag verdient“, ließ Sportvorstand Lutz Pfannenstiel mitteilen. Nach Informationen unserer Redaktion ist Theißen aber nicht etwa als zweiter Torhüter der Profis oder Stammkeeper der Zweitvertretung eingeplant. Nein, der gebürtige Aachener soll verliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln.

Eigentlich kein großes Thema, da die Düsseldorfer in Raphael Wolf (Vertrag bis 2021) und Tim Wiesner (bis 2020) noch zwei weitere Schlussleute im Kader für die kommende Saison haben. Doch Fortuna kann mit beiden nicht seriös planen. Die Verletzungshistorien lassen das nicht zu. Wolf (30) war der Aufstiegsheld im vergangenen Jahr, lieferte sich mit Michael Rensing ein offenes Duell um die Nummer eins in dieser Saison, verlor es aber. Im September zog sich Wolf dann eine Nackenverletzung zu. Er kämpft seither mit Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Benommenheit. Ein Comeback-Versuch im Winter scheiterte.

Wiesner (22), als großes Talent gehandelt, steht vor dem Karriereende. Das deutete Friedhelm Funkel bereits im März an: „Er hat schon beide Schultern gebrochen gehabt, ist an beiden Knien operiert worden – mit Anfang 20. Da weiß man auch nicht, ob der überhaupt noch mal zurückkehrt.“ Und da die Verträge von Rensing und Jaroslav Drobny auslaufen, steht Fortuna im Prinzip momentan ganz ohne Torhüter für die kommende Spielzeit da.

Deshalb arbeiten die Verantwortlichen dem Vernehmen nach an folgender Lösung: Rensing unterschreibt in den kommenden Tagen einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option auf ein weiteres. Der 34-Jährige soll sich in der Vorbereitung dann mit einem Zugang, der das Potential zur Nummer eins hat, um den Platz zwischen den Pfosten duellieren. Michael Esser (31) von Hannover 96 ist weiter ein Thema. Die Niedersachsen fordern aber 2,5 Millionen Euro – so viel wird Fortuna nicht zahlen.

Auch Christian Mathenia (Nürnberg, 27), Gregor Kobel (Hoffenheim, 21) und Markus Schubert (Dresden, 20) stehen noch auf dem Zettel.

Zudem soll noch ein weiterer, talentierter Torhüter als Nummer drei geholt werden, der dann auch das Tor der Regionalliga-Mannschaft hüten wird.

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