Fortuna Düsseldorf: Erich Rutemöller will über Pizarro sprechen

Fortuna Düsseldorf: Rutemöller will über Pizarro sprechen

Claudio Pizarro hat bei Werder Bremen keinen neuen Vertrag mehr bekommen. In Düsseldorf könnte man den Stürmer aber durchaus gebrauchen. Sportvorstand Erich Rutemöller will zumindest über den 38-Jährigen nachdenken.

Das Thema Pizarro müsste man besprechen, sagt Rutemöller, der finanzielle Hindernisse bei einer Verpflichtung sieht. "Sollte Pizarro für wenig Geld zu haben sein, müsste man zwangsläufig über ihn nachdenken", betont der 72-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Ob der Peruaner sich mit der 2. Bundesliga anfreunden könnte? Rutemöller ist sich unsicher, will jedoch mit Chefscout Uwe Klein darüber sprechen.

Werder Bremen hatte Pizarro fast 18 Jahre nach dem ersten Spiel für Grün-Weiß keinen neuen Vertrag mehr gegeben. Gut zwei Stunden vor dem Trainingsstart bestätigte der Bundesligist am Sonntag den Abschied von der Sturm-Legende. "Aufgrund der großen Konkurrenz im Angriff und der jungen Talente, deren Entwicklung wir nicht blockieren möchten, haben wir uns so entschieden", erklärte Sportchef Frank Baumann.

"Ich hätte gern noch weiter für Werder gespielt, aber ich akzeptiere die Entscheidung. Es war mir immer eine große Ehre", sagte Pizarro, der das Kapitel Fußball noch nicht beenden will. In der abgelaufenen Spielzeit gelang ihm – auch wegen gesundheitlicher Probleme – nur ein mickriges Tor in 19 Partien. Davor war er allerdings unumstrittener Leistungsträger.

Mittlerweile hat der Angreifer seinen ehemaligen Sturmpartner Giovane Elber als erfolgreichsten ausländischen Torjäger der Bundesligageschichte abgelöst. Zwischen 1999 und 2017 machte Pizarro in 430 Spielen 191 Tore im deutschen Oberhaus. Eine weitere Bestmarke: Mit 37 Jahren gelang ihm ein Bundesliga-Dreierpack. 2015/16 waren es wettbewerbsübergreifend 16 Tore und fünf Vorlagen.

Acht Jahre trug der Topstürmer das Werder-Trikot, sogar neun Jahre lang ging Pizarro für Bayern München auf Torejagd. In Diensten des deutschen Rekordmeisters war der Familienvater an sechs deutschen Meistertiteln und fünf Pokalsiegen beteiligt. Mit Werder gewann er immerhin einmal den DFB-Pokal.

Pizarro wäre durchaus in der Lage, der Fortuna zu helfen. Als Torjäger, aber auch als Persönlichkeit. Die Fortunen sind auf Stürmersuche. Zwei Angreifer sollen noch kommen. Trainer Friedhelm Funkel braucht Erfahrung in der Sturmspitze. Die jungen Emmanuel Iyoha und Maecky Ngombo, beide 2016/17 ohne Tor, müssen ihre Zweitligatauglichkeit noch beweisen.

Rouwen Hennings, der beim englischen FC Burnley keine Zukunft hat, ist wieder eine Option. Der 29-Jährige hält sich in Düsseldorf fit. Aber auch Pizarro ist anscheinend einen Gedanken wert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Claudio Pizarro

(jado)