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Fortuna Düsseldorf enttäuscht beim 1:4 in Fürth auf der ganzen Linie

Fortuna Düsseldorf : Fortuna enttäuscht beim 1:4 in Fürth auf der ganzen Linie

Mit einer desolaten Vorstellung hat sich Fortuna Düsseldorf im Abstiegskampf der 2. Bundesliga zurückgemeldet. Der Punktabstand zu den gefährdeten Plätzen wird kleiner, und die Leistung bei der 1:4-Niederlage bei der Spielvereinigung Greuther Fürth gibt zu größeren Sorgen Anlass.

Erst als beim Zwischenstand von 0:3 schon alles verloren war, deutete die Mannschaft von Trainer Lorenz-Günther Köstner wenigstens phasenweise an, warum sie zuvor vier Monate lang auswärts nicht verloren hatte.

Was sich vor der Pause in der Trolli-Arena abspielte, nahm teilweise schon bizarre Züge an. Pässe ins Nirgendwo, Ballannahmen, bei denen die Kugel zehn Meter weit vom Fuß sprang, Schüsse übers Stadiondach — alles war dabei in einem Vergleich zweier Teams, die ihren Fans sehr viel zumuteten. Wenn man bedenkt, dass Fürth und Düsseldorf in der vergangenen Saison noch dem deutschen Fußball-Oberhaus angehörten, so waren die Leistungen in keinster Weise nachzuvollziehen.

Die kuriose Szene in der fünften Minute passte bestens zu diesem Kabinett der Unzulänglichkeiten. Fortunas Torhüter Fabian Giefer nahm den Ball wieder auf, den er zuvor bereits fest in Händen gehalten und dann selbst abgelegt hatte. Das ist natürlich regelwidrig und hatte einen indirekten Freistoß für die Greuther im Strafraum zur Folge, doch zum Glück für Fortuna schoss Zoltan Stieber den aus der Mauer stürmenden Christian Weber an.

Schläfrigkeit nach einer Ecke

Was folgte, waren Fehler über Fehler auf beiden Seiten, wobei sich im Gegensatz zum 0:0 beim FSV Frankfurt am Samstag, als es wenigstens in der Abwehr stimmte, auch die Düsseldorfer Defensive dicke Klopse erlaubte. Doch weder Adam Bodzeks schlafmützigen Ballverlust noch Ivan Paurevics hanebüchenen Fehlpass vermochte der Tabellenzweite zu nutzen. Als Bodzek nach einem Eckball erneut pennte, machte Fürth aber doch noch das Tor. Ilir Azemis Abstauber am hinteren Pfosten brachte kurz vor der Pause die etwas weniger schlechte der beiden Mannschaften in Führung.

Nach dem Wechsel versuchte es Köstner mit "Jimmy" Hoffer anstelle des indisponierten Paurevic, doch auch mit zwei Spitzen wurde Fortuna nicht besser. Binnen zehn Minuten schlossen dann die Fürther durch erneut Azemi und Daniel Brosinski die Akte, Stieber machte am Ende das 4:1.

Das war zwar ein zu hohes Ergebnis, weil auch die Gastgeber ihre Qualität nicht maßgeblich steigerten, die Führung jedoch hatten sich die Mittelfranken allein schon deshalb verdient, weil sie wenigstens zu zeigen vermochten, dass sie den Sieg wollten. Die auf der ganzen Linie enttäuschende Fortuna kam zwischendurch zum Ehrentreffer, aber selbst der hatte noch einen skurrilen Touch: Ausgerechnet Charlie Benschop erzielte ihn, der zuvor der wahrscheinlich schwächste Spieler einer schwachen Mannschaft war. Immerhin: Diesmal prügelte sich wenigstens niemand im Gästefanblock.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2. Bundesliga: Fürth - Fortuna

(jol)