Start in Hannover Warum es für Fortuna eine Woche der Wahrheit ist

Düsseldorf · Der Zweitligist steht vor richtungweisenden Tagen. Am Samstag wartet zunächst einmal das wichtige Spiel bei Hannover 96, ein Duell der Verfolger des Spitzenreiters FC St. Pauli. Aber das ist lange noch nicht alles, was diese Woche ausmacht. Was der Trainer zu Situation und Gegner sagt.

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Foto: Moritz Mueller

In einer Woche wissen sie einiges mehr in Düsseldorf. Wird die Fortuna am Abend des 8. März noch ein ernstzunehmender Teilnehmer am Aufstiegsrennen sein – oder droht ein langes Austrudeln der Saison? Zumindest der japanische Nationalspieler Ao Tanaka will sich mit dem zweiten Teil dieser Fragestellung gar nicht erst befassen. „Ich möchte aufsteigen“, sagte er nach dem 2:0 gegen Rostock am vergangenen Sonntag, und zur Erfüllung dieses Vorhabens zielt er unmissverständlich auf zwei Siege aus den beiden nächsten Partien.

Diese haben es allerdings in sich. „Duelle der Verfolger“ könnte die Sammel-Überschrift dazu lauten, denn zunächst gastiert Fortuna am Samstag (13 Uhr) bei Hannover 96 und erwartet dann am Freitag darauf den Hamburger SV in der eigenen Arena. Keine Frage: Sollte sich Tanakas Vorhaben tatsächlich umsetzen lassen, wären die Düsseldorfer ganz dick drin im Geschäft.

Trainer Daniel Thioune lässt sich, wie in seinem Job üblich, nicht auf solche Gedanken- und Rechenspiele ein. Er ist allerdings eine zu ehrliche Haut, als dass er die spannende Ausgangssituation in der Tabelle nicht thematisieren würde. „Ich bin schon mal ganz froh, dass meine Prognose aus dem letzten Sommer eingetroffen ist: dass es eine breite Spitze geben werde in der Zweiten Liga“, sagt Thioune. „St. Pauli hat sich schon ein wenig abgesetzt, und das zu Recht. Und danach kommen dann eben ein paar Mannschaften, die hin und wieder stolpern.“

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Foto: dpa/Marius Becker

So wie Hannover, Fortuna und der HSV eben. Oder auch Herbstmeister Holstein Kiel: „Wir haben zuletzt gesehen, dass es auch dort ein paar Herausforderungen und Schwierigkeiten gibt. Dadurch hat der HSV die Chance, die Kieler einzusammeln. Hannover ist jetzt komplett mit drin, Paderborn ebenfalls. Und Fürth hätte ich dabei fast noch vergessen.“

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Foto: Frederic Scheidemann

Und seine Fortuna? „Wir sind nicht weg“, sagt er mit einem kleinen Schmunzeln. „Das ist auch das ganz Schöne: dass wir zuletzt in der Lage waren zu punkten.“ Thioune ist davon überzeugt, „dass die Entwicklung in den nächsten Wochen andauern“ werde – wobei sein Team dafür seine richtungweisende Woche gegen die direkte Konkurrenz schon erfolgreich gestalten sollte.

„Jede Mannschaft, die es schafft, eine Serie über vier, fünf Spiele mit je drei Punkten aufzustellen, kann dabei sein. Und ich wage zu behaupten, dass es bis zum Saisonende noch um zwei richtig gute Plätze gehen wird“, betont der 49-Jährige.

Den Gastgeber vom Samstag sieht er dabei mit sehr guten Chancen, nicht zuletzt wegen dessen Abwehrstar Marcel Halstenberg. „Er spielt aufgrund seiner großen Liebe zu seinem Familien-Wohnort in Hannover; andere Gründe kann es ja kaum geben“, sagt der Trainer. „Halstenberg gehört definitiv in die Bundesliga, ein toller Spieler und definitiv eine Bereicherung für die Zweite Liga. Es macht immer Spaß, sich mit diesem Spieler zu messen.“ Vor allem, wenn dahinter dann ein positives Ergebnis stünde.

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