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Fortuna Düsseldorf droht Bernard Tekpetey mit disziplinarischen Konsequenzen

Nach Abgangswunsch über Medien : Fortuna droht Tekpetey mit Konsequenzen

Bei Fortuna geht es hoch her. Die Klubverantwortlichen des Fußball-Zweitligisten reagieren mit deutlichen Worten auf den öffentlich vorgetragenen Wechselwunsch der Schalker Leihgabe Bernard Tekpetey.

Fortuna wehrt sich. Der über die Medien vorgetragene Wechselwunsch von Bernard Tekpetey kam bei den Verantwortlichen gar nicht gut an. „Ich kann die Enttäuschung von Bernard verstehen. Aber wenn ein Spieler enttäuscht ist, kann er nicht einfach sagen, dass er nicht mehr kommen möchte. Schon gar nicht über die Medien“, erklärt Sporvorstand Uwe Klein auf Anfrage unserer Redaktion. „Zumal die Leihe von Bernard mit dem Transfer von Benito Raman verrechnet worden ist und somit der Spieler einen hohen Wert für Fortuna Düsseldorf hat.

Tekpetey hatte zur „Bild“ gesagt: „Ich werde auf keinen Fall bei Fortuna bleiben und nicht mehr unter diesem Trainer spielen!“ Sein Berater Jerry Brempong behauptete, dass Versprechen über Einsatzeiten mehrmals nicht eingehalten wurden und ergänzte: „Das Vertrauen, dass das Trainerteam in Bernard hat, ist bei Null. Das gleiche gilt umgekehrt. Ein Beispiel: Bernard kam nach einer Verletzung wieder zur Mannschaft. Obwohl er fit war, musste er alleine trainieren. Der Trainer gibt dem Spieler zu verstehen: Du bist kein Teil der Mannschaft.“

Bei Fortuna bewertet man die Situation gänzlich anders. Coach Uwe Rösler schlägt zurück: „Wir haben Bernard in Teamsitzungen und Gesprächen regelmäßig aufgezeigt, was er tun muss, um in die Mannschaft zu kommen. Sowohl in individuellen Videositzungen als auch in Kleingruppen auf dem Platz unter der Leitung von Rob Kelly, haben wir versucht, ihn – so wie alle Spieler – besser zu machen.“

Zudem habe der 22-jährige offensive Außenbahnspieler zum Ende der Saison den Sprung in den Kader nicht mehr geschafft, weil sich die Konkurrenz auf seinen Positionen sehr stark präsentiert hätte. „Ich habe dann mit ihm nach der Saison ein weiteres persönliches Gespräch geführt und ihm seine Perspektive für die kommende Saison aufgezeigt“, sagt Rösler, der deutlich macht, dass ihn die Aussagen des Ghanaers daher sehr überraschen. Der Trainer kündigt an: „Ich werde Bernard nach dem Urlaub aufzeigen, dass die Art und Weise der Kommunikation über die Öffentlichkeit ein absolutes No-Go ist.“

Uwe Klein hat bereits mit Tekpetey und Berater Brempong gesprochen und betont: „Wir behalten uns weitere disziplinarische Konsequenzen vor und ich gehe davon aus, dass er nächste Saison bei uns spielt. Ich erwarte von jedem Spieler, der bei uns einen Vertrag unterschrieben hat, dass er motiviert zum Training kommt und seine beste Leistung zeigt."

Tekpetey war vor der abgelaufenen Saison zu Fortuna gewechselt. Er ist für zwei Spielzeiten bis 2021 vom FC Schalke 04 ausgeliehen. Nach Informationen unserer Redaktion liegt Tekpetey ein Angebot des bulgarischen Spitzenklubs Ludogorez Rasgrad vor, der aber nicht bereit sein soll, eine Ablösesumme zu bezahlen.