Fortuna Düsseldorf: Dodi Lukebakio sorgt für besondere Momente - Hinrunden-Zeugnis

Fortunas Hinrunden-Zeugnis Teil 3 : Lukebakio sorgt für besondere Momente

Dodi Lukebakio war Fortunas auffälligster Angreifer in der Hinrunde, Rouwen Hennings dessen große Konstante. Das größte Sorgenkind in der Offensivabteilung ist Marvin Ducksch.

Der dritte und letzte Teil unseres großen Hinrunden-Zeugnisses befasst sich mit Fortunas Angreifern. Dabei gibt es Überflieger und Sorgenkinder.

Benito Raman Die Hinrunde war nicht immer leicht für den Belgier, der in der Zweiten Liga so groß aufgetrumpft hatte. Häufig wurde er nur eingewechselt, fand aber immer besser zu seiner Form, je näher das Jahresende kam. Ganz wichtig seine beiden Treffer beim 4:1-Sieg über Hertha BSC, mit dem Fortuna ihre schwarze Serie von sechs Niederlagen in Folge beendete. Note 3

Takashi Usami Die Leihgabe des Ligarivalen FC Augsburg benötigte einge Zeit, um den Trainingsrückstand nach der WM mit dem japanischen Nationalteam aufzuarbeiten. Spielte daher anfangs gar keine Rolle im Konzept von Trainer Friedhelm Funkel, doch gegen Ende der Hinrunde schlugen seine technischen Fertigkeiten gerade bei Standards wieder stärker zu Buche. In der Rückserie ist aber noch einige Luft nach oben. Note 3-

Kenan Karaman Gerade als sich der frühere Hannoveraner nach einer Verletzung zurückgekämpft und beim 2:1 gegen Hoffenheim einen wichtigen Elfmeter herausgeholt hatte, zog er sich erneut eine Muskelblessur zu. Der 24-Jährige muss auf jeden Fall mehr Torgefahr ausstrahlen und darf nicht mehr so eigensinnig auftreten wie in Hannover, als er den völlig freistehenden Lukebakio übersah. Note 4+

Davor Lovren Für den jungen Kroaten war es eine verlorene Hinrunde. Nach seinen vielversprechenden Zweitliga-Auftritten, unter anderem mit dem Traumtor in Braunschweig und der herrlichen Vorlage zum meisterschaftsentscheidenden Treffer Kaan Ayhans in Nürnberg, hatten viele auch mit dem Bundesliga-Durchbruch des 20-Jährigen gerechnet. Stattdessen kam er nur bei den 0:3-Niederlagen in Nürnberg und Gladbach insgesamt 44 Minuten zum Einsatz. Keine Note

Dodi Lukebakio Dass der 21-jährige Belgier mit seiner Schnelligkeit eine Waffe werden könnte, war schon in der Sommervorbereitung klar. Dass es aber beim großen FC Bayern München zu einem Dreierpack reichen könnte, der Fortuna schließlich in der Nachspielzeit ein sensationelles 3:3 einbrachte, konnte niemand auf der Rechnung haben. Die Leihgabe des FC Watford glänzte noch weitere Male, erzielte sieben Bundesliga- und vier Pokaltreffer. Lediglich noch fehlende Konstanz und einige Undiszipliniertheiten auf dem Platz verhinderten die Bestnote. Note 2+

Marvin Ducksch Die ganz große Enttäuschung der Hinserie. Als Torschützenkönig der Zweiten Liga von Relegations-Teilnehmer Holstein Kiel gekommen, war der frühere Dortmunder auch in der Eliteklasse als feste Größe eingeplant. Anfangs stand der 24-Jährige auch fünfmal in der Startformation, doch ein Ligatreffer gelang ihm nicht. Seit dem 4. November und der 0:3 in Gladbach kam dann keine weitere Einsatzminute hinzu. Note 4-

Rouwen Hennings Viele hatten dem 31-jährigen Routinier das hohe Termpo in der ersten Liga nicht mehr zugetraut, doch der gebürtige Bad Oldesloer belehrte seine Kritiker eines Besseren. Der ganz große Torjäger war Hennings mit zwei Ligatreffern zwar nicht, dafür aber eine wichtige Konstante in Funkels System. Der frühere Karlsruher behauptete die Bälle in der Spitze und verteilte sie sicher an die Kollegen weiter. Note 3+

Havard Nielsen Neben Ducksch war der Norweger die zweite Enttäuschung unter den Angreifern. Was sich schon in der Zweiten Liga andeutete, setzte sich eine Etage höher fort: Nielsen fehlte häufig verletzt, bot sich aber auch in gesunden Phasen nicht als Alternative an und kam lediglich beim 5:1-Sieg im DFB-Pokal beim Viertligisten SSV Ulm zum Einsatz. In dieser Form ohne Chance in der Rückrunde. Keine Note

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