Fortuna Düsseldorf: Dieter Brei lobt Kevin Stöger

Experten-Meinung : Darum ist Alt-Fortune Dieter Brei ein großer Stöger-Fan

Zwischen 1973 und 1981 trug Dieter Brei das Fortuna-Trikot. Jetzt bewertet er für uns die Leistungen der aktuellen Düsseldorfer Spieler im zentralen Mittelfeld. Einer gefiel ihm dabei ganz besonders.

Eine Mannschaft funktioniert nur, wenn einer für den anderen kämpft und rennt – vor allem für das Mittelfeld eines Teams ist das wichtig. Das war zu meiner Zeit so, und das ist auch heute noch so. Bei Fortuna hat das in der vergangenen Saison hervorragend geklappt. Das war ihre große Stärke.

Beglückwünschen möchte ich Fortuna und Trainer Friedhelm Funkel dafür, dass sie Kevin Stöger geholt haben. Ich hatte Stögers Weg schon länger verfolgt und ihn ein paar Mal in Paderborn gesehen. Er passt ganz genau in das Spiel der Fortuna. Er machte den Unterschied, war mit seinem Fleiß, seiner Qualität und seinen Vorlagen der entscheidende Impuls für ein erfolgreiches Fortuna-Spiel. Und er war auch der Hauptgrund dafür, dass das Fortuna-Spiel nach vielen Jahren endlich wieder einmal tatsächlich nach Fußball aussah, dass das Geschehen sich weiter nach vorne verlagerte.

Durch ihn war die Mannschaft in der Lage, nicht nur Konter spielen zu müssen, sondern auch durch spielerische Dominanz zum Erfolg kommen zu können. Sie brauchte plötzlich nicht mehr nur zu reagieren, sie hatte das Heft selbst in der Hand. Stöger hätte selbstverständlich nicht so stark auftreten können, wenn er in der Defensive nicht so hervorragend abgeschirmt worden wäre - vom erfahrenen Oliver Fink, vom disziplinierten Marcel Sobottka, vom zerstörenden Adam Bodzek.

Ich wünsche mir, dass die Fortuna ihren Weg so weiter geht und fester Bestandteil der Bundesliga wird. Dabei ist es nicht nötig, zu versuchen, in der nächsten Saison noch einmal den zehnten Platz zu erreichen. Viel wichtiger ist es, dass sie den Klassenerhalt schafft und sich weiter in der Bundesliga etabliert. Dafür muss sich die Mannschaft ab Juli wieder alles neu erarbeiten – hoffentlich mit Stöger.

(faja)