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Fortuna Düsseldorf: Dieser ehemalige Fortune ist nun Internet-Star

Über 1,5 Millionen Abonnenten : Dieser ehemalige Fortune ist nun Internet-Star

Bei Fortuna lief es für ihn gar nicht rund. Nach nur einem Jahr verließ er Düsseldorf, um in Berlin einen Neustart zu wagen. Mittlerweile ist er ein Star in den sozialen Medien geworden. Um wen es geht und bei welchem Klub er nun sein Glück gefunden hat.

Bei Fortuna ist ihm der große Durchbruch nicht gelungen. Dafür ist Nader El-Jindaoui mittlerweile ein bekannter Internet-Star geworden. Mittlerweile hat er auf Instagram mit seinen mehr als 1,5 Millionen Followern knapp zwölfmal so viele Abonnenten wie der Düsseldorfer Zweitligist. Auch auf Youtube ist er mit seiner Ehefrau Louisa sehr erfolgreich.

Was El-Jindaoui daran besonders gut gefällt: Er ist nun finanziell breiter aufgestellt. „Ich habe nun weniger Druck, weil ich finanziell nicht mehr abhängig bin vom Fußball", sagte der Stürmer vor einigen Monaten dem „kicker“. Vor einigen Jahren und während seiner Zeit in Düsseldorf war das noch ganz anders. In der Saison 2019/20 kickte er für Fortunas „Zwote“, kam dort auf insgesamt 14 Einsätze.

Glücklich wurde der gebürtige Berliner in Düsseldorf aber nicht. „Ich hatte kaum Kohle. Bei Fürth habe ich ungefähr 900 Euro verdient. Bei 450 Euro Miete“, erzählte der heute 25-Jährige dem „rbb“. „Jeder Cent wird umgedreht. Aber dann dreht man ihn halt zweimal um. Ist mir egal. Man kommt schon über die Runden. Gab schlimmere Zeiten. Ich bin im Wedding aufgewachsen."

Nur eine Sache hat er im Vorfeld nicht bedacht: Dass die Lebenshaltungskosten in Düsseldorf wesentlich höher sind als in Mittelfranken. So kann sich El-Jindaoui nur oberhalb einer Diskothek ein Zimmer leisten. Ausreichend Schlaf? Fehlanzeige. Also beschließt er, in Berlin einen Neuanfang zu wagen und kehrt Düsseldorf nach nur einem Jahr wieder den Rücken.

Er unterschreibt beim Regionalligisten Berliner AK, heiratet seine langjährige Freundin Louisa. Die beiden beginnen von nun an, ihr Leben als Ehepaar in den sozialen Medien zu teilen. Sie sammeln in nur wenigen Monaten Hunderttausende Abonnenten. Mittlerweile kommen bis zu 2000 Jindaoui-Fans zu den Heimspielen des Berliner AK.

Dieser liegt derzeit auf Rang sechs in der Regionalliga Nordost. El-Jindaoui spielt indes die Saison seines Lebens: zwölf Tore und acht Vorlagen in 20 Partien. Eine herausragende Quote. Das größte Geschenk in seinem Leben wurde ihm aber vor wenigen Monaten außerhalb des Fußballplatzes gemacht: seine Tochter Imani kam auf die Welt.

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Auch sein Leben in den sozialen Medien führt er parallel zu seiner Karriere als Fußballer weiter. Auch wenn er halb im Scherz sagt: „Ein Videoschnitt ist gefühlt zehnmal anstrengender als 90 Minuten um sein Leben zu rennen.“

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(pab)