WM-Fahrer zurück im Zweitliga-Alltag Diesen Traum will sich Tanaka mit Fortuna erfüllen

Düsseldorf · Vor kurzem hießen die Gegner von Ao Tanaka noch Deutschland, Spanien oder Kroatien. Doch seit vergangenem Freitag hat der Zweitliga-Alltag den japanischen Nationalspieler wieder. Nach der WM ist allerdings vor der WM – und außerdem möchte er auch mit Fortuna ein großes Ziel erreichen.

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Foto: Frederic Scheidemann

Nach seinem Ausflug auf die ganz große Bühne des Fußballs ist Ao Tanaka wieder im Alltag angekommen. Am vergangenen Freitag startete der japanische Nationalspieler mit Fortuna in die Rückrunde, und plötzlich hieß der Gegner nicht mehr – wie noch in den WM-Spielen vor Weihnachten – Deutschland, Costa Rica, Spanien oder Kroatien, sondern 1. FC Magdeburg. Viel Zeit zur Umgewöhnung benötigte der 24-Jährige nicht, auch wenn der Unterschied zwischen Weltmeisterschaft und Zweiter Liga größer kaum sein könnte.

„Bei der Weltmeisterschaft habe ich mehr Druck bekommen und hatte viel weniger Möglichkeiten“, erzählte Tanaka nach dem 3:2-Sieg gegen den Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt. Seiner persönlichen Entwicklung kamen die drei Einsätze in Katar freilich zugute. „Ich habe gegen Kimmich, Goretzka, Gündogan und Musiala gespielt“, zählte Fortunas Mittelfeldspieler mit Blick auf den 2:1-Sieg der Japaner gegen Deutschland stolz auf. „Das ist für mich eine Top-Erfahrung gewesen.“

Nichtsdestotrotz war er mit seinen Auftritten beim Turnier am Persischen Golf nicht durchweg zufrieden. „Meine Performance war nicht so gut“, urteilte Tanaka selbstkritisch. „Bei der nächsten Weltmeisterschaft muss ich viel besser spielen.“ Auch daran teilzunehmen, bleibt schließlich eines seiner großen Ziele. „In jedem Training, in jedem Spiel konzentriere ich mich darauf, dass meine Performance besser wird“, ergänzte er deshalb.

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Ein zweites großes Ziel könnte der japanische Nationalspieler indes schon viel eher erreichen – und zwar mit Fortuna. Ob der Sieg gegen Magdeburg ein erster Schritt in Richtung des Bundesliga-Aufstiegs gewesen sei, wurde Tanaka nach der Partie gefragt. Seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Natürlich, ich will mit dieser Mannschaft in die Bundesliga.“ Und zwar nicht irgendwann, sondern vermutlich so schnell wie möglich.

Mit seinem Auftritt gegen den Aufsteiger war der 24-Jährige derweil deutlich zufriedener als mit seinen WM-Darbietungen. „Ich habe gut gespielt“, befand er, lobte aber auch seine Teamkameraden. „Wir haben jetzt zwei, drei Monate nicht gespielt. Am Anfang war es schade, dass wir den Elfmeter nicht reingemacht haben. Aber wir waren geduldig und haben versucht, das Siegtor zu machen. Deswegen haben wir das Spiel gewonnen.“

Und die nächste Aufgabe auf dem Weg zum möglichen Aufstieg steht schon unmittelbar bevor: am Freitag (18.30 Uhr) beim SC Paderborn. Ostwestfalen statt Katar – Tanaka ist eben wieder ganz angekommen im Alltag.