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Fortuna Düsseldorf: Diese Lehren sollte Fortunas Zwote ziehen

Fortunas „Zwote“ : Drei Lehren aus dem Straelen-Spiel

Fortuna Düsseldorfs U23 hat am vergangenen Wochenende überraschend gegen den SV Straelen verloren. Aus dieser Niederlage sollte Trainer Nico Michaty drei Lehren ziehen. Welche das sind.

Nico Michaty brachte es auf den Punkt. „Das war nicht der Fußball, den wir spielen wollen“, sagte der Trainer von Fortunas Regionalliga-Fußballern nach der 0:2-Niederlage gegen den SV Straelen. Mut, defensive Stabilität und offensive Spielfreude – jene drei Tugenden, die seine Mannschaft in der Hinrunde so stark gemacht hatten, ließ die „Zwote“ am Samstag schmerzlich vermissen. Deshalb stellte Michaty nach der Partie unumwunden fest: „Unter dem Strich war es ein absolut verdienter Sieg für Straelen.“

Nach der sechsten Saisonpleite sind die Flingerner zwar auf den fünften Platz abgerutscht, müssen aber kein Trübsal blasen. „Die Niederlage ist erklärbar“, sagte der Coach. Tatsächlich lag der Grund für die eklatanten Abstimmungsprobleme an einschneidenden personellen Veränderungen. Verglichen mit dem bislang letzten Pflichtspiel in Dortmund (1:1) änderte Michaty seine Anfangsformation auf sieben Positionen; teilweise notgedrungen, teilweise freiwillig. Allerdings hat die Partie noch weitere Erkenntnisse zutage gefördert. Drei Lehren.

1. Mehr Breite ins Spiel: Die „Zwote“ tut sich schwer gegen defensiv kompakte Gegner. Dieses Problem offenbarten die Flingerner erstmals beim 0:1 gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04. Und auch die Straelener legten schonungslos offen, dass der Michaty-Elf gegen defensivstarke Kontrahenten bisweilen die passenden Lösungen fehlen. Lediglich einen gefährlichen Torabschluss brachte die „Zwote“ im gesamten Spiel zustande: Den Schuss von Kelvin Ofori parierte Straelens Torwart Robin Udegbe ohne Probleme. „Wir haben es nicht geschafft, uns gute Chancen herauszuspielen“, sagte Routinier Oliver Fink. „Ich glaube schon, dass wir ein vernünftiges Spiel gemacht haben, aber nach vorne waren wir einfach zu ungefährlich.“ Der Grund: Die Flingerner bekamen zu wenig Breite in ihre Angriffe, fanden kaum einen Weg hinter die Straelener Viererkette und spielten vor dem gegnerischen Strafraum zu viele Pässe auf engstem Raum.

2. Lobinger in die Startelf: Lex-Tyger Lobinger belebt die Offensive. Die Einwechslung des 21-Jährigen brachte eine halbe Stunde vor dem Schlusspfiff ein bisschen Schwung ins „Zwote“-Spiel. Lobinger gelang es immerhin, Straelens Routinier Adli Lachheb zu beschäftigen – der Innenverteidiger der Gäste hatte zuvor einen ruhigen Nachmittag erlebt. Doch auch wenn der ehemalige Wattenscheider zumindest für mehr Dynamik sorgte und unter anderem einen Freistoß aus gefährlicher Position in Strafraumnähe herausholte, gelang der Michaty-Truppe nicht der ersehnte Anschlusstreffer.

3. Vorsicht mit Profi-Leihgaben: Nicht jede Profi-Leihgabe ist automatisch eine Verstärkung. Zwei Profis hatte Cheftrainer Uwe Rösler zur „Zwoten“ geschickt, um Spielpraxis zu sammeln: Leonardo Koutris und Kelvin Ofori. Koutris kam zuletzt auf zwei Kurzeinsätze gegen Paderborn (2:1) und beim Pokalaus in Essen (2:3), Ofori muss sich nach seinem Heimaturlaub in Ghana herankämpfen. Eine Verstärkung war jedoch keiner von beiden. Dem Linksverteidiger fehlte jegliche Bindung zur Partie, und Mittelfeldspieler Ofori mangelte es in all seinen Aktionen an Zielstrebigkeit. Anders als Florian Hartherz, der vor Weihnachten beim 5:2-Erfolg gegen Bergisch Gladbach für die „Zwote“ zum Einsatz kam und eine tadellose Leistung ablieferte, enttäuschten Koutris und Ofori.