Vor dem Start in die Rückrunde Diese Grundsatzentscheidung hat Thioune mit dem Mannschaftsrat besprochen

Düsseldorf · Am kommenden Freitag empfängt Fortuna den 1. FC Magdeburg in der Düsseldorfer Arena. Bis dahin bleibt noch ein wenig Zeit, sich über die letzten taktischen Kniffe Gedanken zu machen. Welche wichtige Frage Trainer Daniel Thioune am Montag seinen Führungsspielern gestellt hat.

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Foto: Frederic Scheidemann

In der Hinrunde hatte die Dreierkette, obwohl sie aus der Not geboren wurde, eine 100-Prozent-Quote. In zwei Spielen griff Fortunas Trainer Daniel Thioune zu diesem taktischen Kniff. Gegen den Karlsruher SC und den FC St. Pauli setzte es prompt Zu-Null-Siege. Logisch also, dass der 48-Jährige sich in die Idee ein wenig verliebt hat, dieses System auch in der Rückrunde öfter spielen zu lassen. „In der Hinrunde haben wir ja nur ganz rudimentär angerissen, was wir dafür brauchen“, sagt er auf Nachfrage unserer Redaktion. „Jetzt hat es uns natürlich geholfen, dass wir in den vergangenen Wochen viel Zeit damit verbringen konnten.“

Auch in den Testspielen agierten die Düsseldorfer häufig in dieser Formation. Größtenteils mit recht durchwachsener Leistung, auch wenn Fortuna die meisten Partien für sich entscheiden konnte. Beim 1:0 gegen den Regionalligisten aus Rehden war die eigene Performance eher schlecht als recht – Thioune fehlten am vergangenen Freitag aber auch sehr viele potenzielle Stammspieler. Für die Partie an diesem Freitag (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Magdeburg möchte er sich daher noch nicht festlegen. „Wir können beide Ordnungen spielen, haben für alles Lösungen“, sagt er. „Gegen Magdeburg sind beide Varianten möglich.“

Spätestens am Mittwoch will er aber eine erste Richtung vorgeben. Passend dazu traf er sich am Montagnachmittag mit der Mannschaft und anschließend noch einmal zusätzlich mit dem Mannschaftsrat, um auch dieses Thema anzuschneiden. Während der Sitzungen wurde auch proaktiv die Frage nach der Dreierkette gestellt. Dass der Mannschaftsrat mit Andre Hoffmann, Jordy de Wijs und Matthias Zimmermann gleich drei Abwehrspieler beherbergt, sorgt den Trainer dabei nicht. „Gott sei Dank habe ich ja auch noch einen Stürmer, einen Mittelfeldspieler und einen Torwart im Mannschaftsrat“, sagt er augenzwinkernd. „Deswegen sind wir da so aufgestellt, dass wir das Beste für die gesamte Mannschaft finden.“

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Foto: dpa/Marton Monus

War in der vergangenen Saison die Antwort auf eine solche Frage noch klar in Richtung Viererkette tendierend, häufen sich nun die Stimmen für eine Dreierkette, da sie das Düsseldorfer Spiel variabler machen kann. Und die größtmögliche Flexibilität ist für Thioune unverändert wichtig. „Die Frage ist immer, womit sich das Team am wohlsten fühlt. Die Jungs können es schon gut einschätzen“, sagt er.

Thioune weiter: „Als ich im vergangenen Jahr gekommen bin, habe ich ja eine ähnliche Situation in der Innenverteidigung vorgefunden. Damals war klar, dass, wenn wir mit einer Viererkette spielen, Andre und Jordy von Beginn an auf dem Feld stehen. Da wäre es ja für Chris Klarer einfach gewesen, für eine Dreierkette zu plädieren – aber auch er hatte sich für die Viererkette ausgesprochen.“

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