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Fortuna Düsseldorf: Diese Fortunen haben für die Stammelf die Nase vorn

Düsseldorfer Elf : Diese Fortunen haben die Nase vorn

Einige Akteure haben Friedhelm Funkel in den ersten beiden Bundesliga-Spielen schon überzeugt. Für andere Spieler wird es dadurch schwer. Ein Blick auf den Kader.

Fortuna ist wieder Teil der Fußball-Elite. Und als einer der 18 erfolgreichsten deutschen Klubs hat sich der Verein auch den Gepflogenheit der Branche angepasst: An den letzten zwei Tagen vor den Spielen wird mittlerweile unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert. So auch vor dem Spiel in Leipzig. Friedhelm Funkel führt das 1:1 dann unter anderem auch auf dieses Vorgehen zurück. „Wir haben unsere Strategie im Geheimtraining erarbeitet. Es ist wichtig, dass die Scouts von Leipzig nicht wissen, ob wir mit Dreier- oder Viererkette spielen“, sagt der Trainer.

Die Geheimniskrämerei hat funktioniert – genau wie das 5-3-2-System mit acht defensiven und nur zwei offensiven Feldspielern. „Es wird noch öfter vorkommen, dass ich so aufstelle und wir dann auch ein Spiel verlieren“, sagt Funkel. „Dann kommt der Vorwurf, dass ich zu defensiv aufgestellt hätte. Dieser Vorwurf ist völlig falsch.“ In Leipzig zumindest überzeugte Fortuna sowohl defensiv als auch offensiv. „Ich muss gerade in der ersten Liga immer eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive haben, weil wir immer Außenseiter sind und meistens den Ball weniger haben werden als der Gegner“, betont Funkel.

Auf den Außen marschierten in Leipzig Niko Gießelmann und Jean Zimmer. Nominell Verteidiger – wobei Funkel bei letzterem eine andere Meinung hat: „Jean Zimmer hat schon gegen Augsburg ein tolles Spiel gemacht. Der ist eigentlich ein Rechtsaußen, ein Offensivspieler. Der kann aber auch defensiv spielen. Das musst du als Trainer erkennen“, sagt er und macht eine klare Ansage: „Die Seite mit Zimmermann und Zimmer ist momentan sehr, sehr gut. Und deswegen wird es für andere Spieler, schwer in die Mannschaft zu kommen. Die anderen Jungs sind vermeintlich offensiv stärker. Aber sie haben defensiv nicht die Stärken, die die anderen offensiv haben.“

Damit steht fest, dass sich die derzeitigen Ersatzspieler weiter in Geduld üben müssen. Auf der linken Seite gilt das für Diego Contento, den noch nicht ganz fitten Takashi Usami und vor allem den hochtalentierten Davor Lovren, der in Leipzig nicht mal im Kader stand. Rechts sind es Dodi Lukebakio und Benito Raman, die in Sachsen die Bank drückten. Wobei Raman im ersten Spiel von Beginn an ran durfte und auch in Leipzig als zweite Spitze eingewechselt wurde.

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Und nicht nur auf den Außenpositionen haben sich Akteure einen Kredit erspielt. „Im Zentrum haben wir die Räume richtig gut zugestellt – mit drei Mittelfeldspielern, die alle ihre Stärken im Zweikampf und ihrer Laufarbeit haben“, sagt Funkel. Marcel Sobottka, Alfredo Morales und Matthias Zimmermann verdienten sich so ein Sonderlob vom Trainer. Damit muss sich Kevin Stöger vorerst hinten anstellen. Genau wie Aymen Barkok, der in der Länderspielpause nach seinem Muskelfaserriss in der Wade wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren wird.

„Wenn wir den Ball haben, müssen wir schnell nach vorne spielen und nach dem Ballverlust genau so schnell die Räume wieder eng machen. Das gelingt den Spielern, die momentan spielen besser als denen, die draußen sind. Ganz einfach“, sagt Funkel, der seinen Akteuren aus der zweiten Reihe aber naturgemäß die Tür offenhält: „Das kann sich die nächsten Wochen ändern. Das weiß ich noch nicht. Das werden wir sehen.“

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